{"id":1524,"date":"2018-08-30T13:26:22","date_gmt":"2018-08-30T11:26:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gruenlandstaudenhof.de\/cms2\/?p=1524"},"modified":"2023-01-09T11:09:15","modified_gmt":"2023-01-09T10:09:15","slug":"die-10-gefaehrlichsten-pflanzen-der-welt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gruenlandstaudenhof.de\/cms2\/haus-garten\/die-10-gefaehrlichsten-pflanzen-der-welt\/","title":{"rendered":"Die 10 gef\u00e4hrlichsten Pflanzen der Welt"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Flora, die Welt der Pflanzen, zeugt von einer wundersch\u00f6nen Farbenpracht, sch\u00f6nen Bl\u00e4ttern und herrlichen Fr\u00fcchten. Doch die Sonnenseite hat auch eine Schattenseite. Eine Seite voller Gift und Tod.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Biss in eine Frucht kann zum sofortigen Tod f\u00fchren, eine Ber\u00fchrung zu unertr\u00e4glichen Schmerzen. Selbst das Verbrennen einiger Pflanzen oder Pflanzenteile erzeugt giftigen Rauch und Nebel. Andere Pflanzen ver\u00e4tzen bei Ber\u00fchrung die Haut, noch Tage nach der Ber\u00fchrung.<\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Artikel stellen wir euch die 10 gef\u00e4hrlichsten Pflanzen der Welt vor.<\/p>\n\n\n\n<p><b>HINWEIS:<\/b><\/p>\n\n\n\n<p>Bei Fragen und Notf\u00e4llen, wenden Sie sich an folgende Rufnummer<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">0228 \u2013 19240 (Giftzentrale Bonn)<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn Sie eine der folgenden Pflanzen sehen, vermeiden Sie den Kontakt. Halten Sie Ihre Kinder und Tiere unbedingt von diesen Pflanzen fern. Informieren Sie die zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden zwecks Gefahrensicherung!<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">10. Platz: Der Wunderbaum<\/h2>\n\n\n\n<p>Der Wunderbaum ist auch als Rizinus bekannt und gilt als eine der h\u00e4ufigsten und gef\u00e4hrlichsten Terrorwaffen.<\/p>\n\n\n\n<p>Rizinus ist vielen Menschen ein Begriff und in Verbindung mit dem Begriff \u201eRizinus\u00f6l\u201c als gel\u00e4ufig.<\/p>\n\n\n\n<p>Rizinus\u00f6l ist eine durchsichtige bis gelbliche Fl\u00fcssigkeit, die vor allem als Abf\u00fchrmittel genutzt und bekannt ist. Daneben hat Rizinus\u00f6l noch eine Vielzahl von anderen Anwendungsm\u00f6glichkeiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Was nur wenige wissen ist, dass der Samen des Wunderbaumes bzw. Rizinus (Ricinus communis) eine t\u00f6dliche Gefahr f\u00fcr Leib und Leben darstellt. Rizinussamen werden als Biowaffe eingestuft.<\/p>\n\n\n\n<p>Lange war die Gefahr von Rizinus nur wenigen bekannt. Im Juni 2018 hatte ein Terrorverd\u00e4chtiger in K\u00f6ln versucht, Rizinus, als Biowaffe zu nutzen. Gl\u00fccklicherweise wurde er schnell genug verhaftet.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Gef\u00e4hrliche am Rizinus ist das Wirkstoff-Protein \u201eRizin\u201c, welches lipophob (fettunl\u00f6slich) ist. Dadurch ist das Rizinus\u00f6l harmlos und der giftige Wirkstoff geht nicht in das \u00d6l \u00fcber.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Samen jedoch wirkt das Rizin uneingeschr\u00e4nkt. Bereits der Verzehr weniger Samen kann zum Tod durch Kreislaufversagen innerhalb weniger Stunden f\u00fchren. Ein Gegengift ist bis heute unbekannt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Pflanzen wird sehr oft als Ziergew\u00e4chs im Garten gepflanzt. \u00dcblicherweise \u00fcberlebt Sie unsere kalten Winter nicht. Wer Kinder oder Tiere hat sollte auf diese Pflanze verzichten und Sie umgehend fachm\u00e4nnisch entfernen und entsorgen lassen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Platz 9: Diptam<\/h2>\n\n\n\n<p>Diptam ist auch als \u201eBrennender Busch\u201c bekannt. Nicht zu verwechseln mit dem brennenden Busch in der Bibel-Erz\u00e4hlung \u00fcber Moses. Diptam (Dictamnus albus) tr\u00e4gt diesen Namen v\u00f6llig zu recht.<\/p>\n\n\n\n<p>Botanisch geh\u00f6rt Diptam zu der Familie der Rautengew\u00e4chse.<\/p>\n\n\n\n<p>Diptam wirkt sehr attraktiv, doch diese Attraktivit\u00e4t ist nur der Schein um etwas gef\u00e4hrliches zu \u00fcberdecken.<\/p>\n\n\n\n<p>Diptam produziert \u00e4therische \u00d6le, welche Isopren enthalten, die \u00e4u\u00dferst fl\u00fcchtig und hochentz\u00fcndlich sind. Die D\u00e4mpfe sind schwerer als Luft und sammeln sich daher am Boden unterhalb der Bl\u00fctenrispe an.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein \u00d6ltropfen kann an hei\u00dfen, sonnigen Tagen wie ein Brennglas wirken und so eine Selbstentz\u00fcndung ausl\u00f6sen. Es entsteht eine blaue Flamme, die sich rasch an den Bl\u00fcten hinaufbewegt, diese aber nicht besch\u00e4digt.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Menschen und Tiere sind besonders die Borstenhaare gef\u00e4hrlich. Die Borstenhaare beinhalten Furocumarine, welche sich bei Ber\u00fchrung sofort auf die Haut ergie\u00dfen. Scheint die Sonne auf diese Stelle, k\u00f6nnen selbst noch Tage sp\u00e4ter schwere und langanhaltende Verbrennungen entstehen. Dies liegt daran, dass durch die Furocumarine die Haut besonders lichtempfindlich wurde.<\/p>\n\n\n\n<p><b><span lang=\"de-DE\">Furocumarine <\/span>gelten als photosensibilisierend\/phototoxisch und sind krebserregend.<\/b><\/p>\n\n\n\n<p>Diese Pflanzenart ist in Mitteleuropa noch verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig selten und w\u00e4chst bevorzugt an Waldr\u00e4ndern, an die sich sonnige Trockenrasen anschlie\u00dfen. Im Zuge des Klimawandels ist es nicht ausgeschlossen, dass Diptam in Deutschland h\u00e4ufiger vorkommt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Platz 8: Riesenb\u00e4renklau<\/h2>\n\n\n\n<p>Der Riesenb\u00e4renklau (Heracleum mantegazzianum), auch Herkuleskraut genannt, geh\u00f6rt zu den bekanntesten Giftpflanzen in Deutschland. Besonders durch die mediale Aufmerksamkeit ist der Riesenb\u00e4renklau in den letzten Jahren in den Fokus der \u00d6ffentlichkeit ger\u00fcckt worden.<\/p>\n\n\n\n<p>Urspr\u00fcnglich ist der Riesenb\u00e4renklau im Kaukasus heimisch. Aufgrund seiner doch recht stattlichen Gr\u00f6\u00dfe, wurde er regelm\u00e4\u00dfig als Zierpflanze in Europa und Deutschland eingef\u00fchrt. Er gilt als eine invasive Art, welche heimische Pflanzen verdr\u00e4ngt.<\/p>\n\n\n\n<p>Noch vor einigen Jahren wurde Riesenb\u00e4renklau als eine &#8220;n\u00fctzliche&#8221; Pflanze empfohlen. Imker sollten die Pflanze als Bienenweide auss\u00e4hen sowie zur F\u00f6rderung im Unterwuchs des Waldes.<\/p>\n\n\n\n<p>Aufgrund des unbesonnen Umgangs mit dieser Pflanze breitet sie sich jetzt unkontrolliert aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben der Ausbreitung ist die Pflanze selbst eine Gefahr f\u00fcr Mensch und Tier.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie der Diptam enth\u00e4lt der Riesenb\u00e4renklau Furocumarine, welche bei Kontakt die Haut ver\u00e4tzen und zu Verbrennungen f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p>An hei\u00dfen Tagen gast der Riesenb\u00e4renklau aus. Die fl\u00fcchtigen Inhaltsstoffe reichern sich dabei in der Umgebung der Pflanze an. Wer l\u00e4ngere Zeit in der N\u00e4he dieser Pflanze steht, kann eine Atemnot bzw. Luftnot bekommen, welche sich zu einer wochenlangen Bronchitis entwickeln kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Riesenb\u00e4renklau wird daher von vielen Beh\u00f6rden rigoros bek\u00e4mpft.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Platz 7: Zerberusbaum<\/h2>\n\n\n\n<p>Auch bekannt als die Mord- bzw. Selbstmordbaum. Keine Pflanze hat mehr Menschenleben gekostet als der Zerberusbaum (Cerbera odollam). Botanisch geh\u00f6rt der Zerberusbaum zu den Hundsgiftgew\u00e4chsen.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Pflanze hat ihr Stammgebiet in Indien. Allein in Indien gehen jedes Jahr Dutzende bis hunderte Morde bzw. Selbstmorde auf diese Pflanze zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch in Deutschland sind bereits entsprechende Mord- bzw. Selbstmordversuche bekannt.<\/p>\n\n\n\n<p>Von besonderer Giftigkeit sind die Samen des Baumes, die Herzglykoside enthalten. Diese Herzglykoside steigern die Schlagkraft des Herzens, lassen aber die Herzfrequenz sinken. Unbehandelt f\u00fchren diese Giftstoffe innerhalb von sechs Stunden zum Herzstillstand.<\/p>\n\n\n\n<p>Bevor der Tod eintrifft, treten weitere Symptome, wie W\u00fcrgereiz, Magen-Darm-Beschwerden und heftiger Durchfall auf.<\/p>\n\n\n\n<p>Das t\u00fcckische Cerberin-Gift kann durch Chromatographie und Massenspektrometrie nachgewiesen werden, wenn man danach sucht. Leider ist dieses Gift noch recht unbekannt. Die Dunkelziffern der damit ver\u00fcbten Morde sind deshalb sehr hoch.<\/p>\n\n\n\n<p>Gegenma\u00dfnamen sind m\u00f6glich, m\u00fcssen aber schnellstm\u00f6glich eingeleitet werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Platz 6: Schierling<\/h2>\n\n\n\n<p>Wer kennt den Bekannten Schierlingsbecher nicht? Vom Schierlingsbecher haben zumindest geschichtlich bewanderte Menschen geh\u00f6rt. In der Antike galt der Schierlingsbecher als Hinrichtungsinstrument. In dem Becher befand sich ein Getr\u00e4nk, welches aus dem Saft des gefleckten Schierlings (Conium maculatum) hergestellt wurde. Der zu Tode Verurteilte musste den Becher trinken. Aber auch zu Selbstmordzwecken wurde der Schierlingsbecher genutzt. Der bekannteste Verurteilte, der mit Schierling hingerichtet worden war, war der griechische Philosoph Sokrates.<\/p>\n\n\n\n<p>Der gefleckte Schierling, ein Doldenbl\u00fctler, geh\u00f6rt in Europa zu den h\u00e4ufigsten und potentesten Giftpflanzen. Er w\u00e4chst auf typischen Ruderalfl\u00e4chen wie Brachen, Stra\u00dfenr\u00e4ndern oder Schuttpl\u00e4tzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Besonders in der Landwirtschaft wird der Schierling stark bek\u00e4mpft, da er leicht ins Gr\u00fcnfutter der Tiere gelangt und diese t\u00f6ten kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Der gefleckte Schierling produziert das Pseudoalkaloid Coniin, das \u00e4hnlich wie Nikotin oder Curare wirkt. Das Gift l\u00e4hmt das motorische R\u00fcckenmarkszentrum. Der Tod tritt durch Atemstillstand bei vollem Bewusstsein ein.<\/p>\n\n\n\n<p>ACHTUNG: Schierling kann optisch mit dem Wiesenkerber oder Petersilie verwechselt werden!<\/p>\n\n\n\n<p>Allerdings stinkt er sehr intensiv nach M\u00e4usen und es brennt, wenn er in den Mund genommen wird.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Platz 5: Schwarze Tollkirsche<\/h2>\n\n\n\n<p>Auf die Schwarzen Tollkirsche geht der Satz \u201eDosis facit veneum \u2013 Die Dosis macht die Wirkung (Gift)\u201c zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Satz gilt bei allen Giften, nicht nur bei Giftpflanzen.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Schwarzen Tollkirsche (Atropa belladonna) befindet sich in den schwarzen Fr\u00fcchten das Alkaloid Atropin, das schon seit l\u00e4ngerem in der Medizin auf vielen Wegen eingesetzt wird und in der heutigen Medizin nicht mehr wegzudenken ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Atropin gilt als Gegenmittel zum ber\u00fchmt-ber\u00fcchtigten E 605 (Parathion) auch als Schwiegermuttergift bekannt.<\/p>\n\n\n\n<p>Atropin ist ein Medikament bei kolikartigen Schmerzen im Verdauungstrakt oder in den Gallenwegen.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Augenheilkunde wird Atropin eingesetzt, um die Pupillen zu Untersuchungszwecken zu vergr\u00f6\u00dfern.<\/p>\n\n\n\n<p>Der letzte Effekt f\u00fchrte zum lateinischen Artennamen \u201eBelladonna\u201c. In der Antike sollen Frauen die Tollkirschen gegessen haben, damit sich ihre Pupillen weiten, was sie sch\u00f6ner machen sollte.<\/p>\n\n\n\n<p>Tollkirschen sind vom Geschmack her leicht s\u00fc\u00dflich, was die Pflanze besonders f\u00fcr Kinder sehr gef\u00e4hrlich macht. Die Pflanze gilt als f\u00fchrende Pflanze bez\u00fcglich Vergiftungen bei Kindern in Deutschland. Unbehandelt k\u00f6nnen f\u00fcr Kinder bereits drei bis vier Beeren t\u00f6dlich wirken.<\/p>\n\n\n\n<p>In den ersten Stunden nach dem Verzehr helfen Magensp\u00fclungen und Aktivkohle. \u00c4rzte k\u00f6nnen bei Bedarf ein Gegengift geben.<\/p>\n\n\n\n<p>WICHTIG: Bei Verdacht auf den Verzehr von Tollkirschen sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden!<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Platz 4: Australische Brennnessel<\/h2>\n\n\n\n<p>Wer kennt sie nicht, die Brennnessel (Urtica dioica). Unsere heimische Brennnessel brennt, wenn man mit den Nesselhaaren in Ber\u00fchrung kommt. Der Schmerz ist unangenehm, l\u00e4sst aber verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig schnell wieder nach. Auf der Haut hinterl\u00e4sst die freigesetzte Fl\u00fcssigkeit der Nesselhaare rote Quaddeln auf der Haut.<\/p>\n\n\n\n<p>Ganz anders die Australische Brennnessel oder auch Gympie Gympie (Dendrocnide moroides). Im Verh\u00e4ltnis dazu ist unsere heimische Brennnessel gar nichts.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Australische Brennnessel enth\u00e4lt Moroidin, ein Peptid, welches im schlimmsten Fall \u00fcber Monate hinweg heftige brennende Scherzen ausl\u00f6sen kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Es hei\u00dft, drastisch ausgedr\u00fcckt, dass der Schmerz, der entsteht, sich anf\u00fchlt wie hei\u00dfe S\u00e4ure auf der Haut, mit gleichzeitigen Elektroschocks. Oder kurz: der schlimmste vorstellbare Schmerz.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch der Aufenthalt in der N\u00e4he dieser Pflanze kann zu Atembeschwerden f\u00fchren, weil st\u00e4ndig Brennhaare abbrechen, durch die Luft schwirren und eingeatmet werden. Die Brennhaare sind so hart, dass sie normale Kleidung durchdringen k\u00f6nnen. Als Gegenma\u00dfnahmen werden Enthaarungsstreifen empfohlen, die die Brennhaare aus der Haut ziehen. Werden die Brennhaare nicht entfernt, geben die Haare kontinuierlich \u00fcber l\u00e4ngere Zeit Gift ab.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Platz 3: Paternostererbse<\/h2>\n\n\n\n<p>Der Paternosterbaum (Abrus precatorius) geh\u00f6rt zu den H\u00fclsenfr\u00fcchten und gilt als Schmuckpflanze. Seine leuchtend schwarz-roten Samen werden f\u00fcr Hals- und Gebetsketten verwendet.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber Obacht! Die Samen sind t\u00f6dlich, man sollte nicht die Ketten in den Mund nehmen oder drauf kauen.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine einzige kleine Erbse kann wegen des darin enthaltenen Giftes Abrin t\u00f6dlich wirken. Abrin z\u00e4hlt zu den potentesten Giften der Pflanzenwelt und wirkt \u00e4hnlich dem Rizin des Rizinusbaumes bzw. Wunderbaumes.<\/p>\n\n\n\n<p>Schon 0,01 Mikrogramm pro Kilogramm K\u00f6rpergewicht an Abrin reicht aus, um einen Erwachsenen zu t\u00f6ten! Mit nur einem Gramm Abrin k\u00f6nnte man 1,5 Millionen Menschen umbringen.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei Abrin handelt es sich um ein sehr starkes Stoffwechseltoxin, das die Proteinbiosynthese in den Zellen vernichtet. Damit wird ein grundlegender Prozess im K\u00f6rper zerst\u00f6rt.<\/p>\n\n\n\n<p>Reife und intakte Erbsen sind keine Gefahr, wenn sie verschluckt werden. Wegen der harten Schale werden sie den Magen-Darm-Trakt unverdaut passieren. Bei den Ketten werden die Samen allerdings durchbohrt, um den Faden durchzuziehen. Dies erh\u00f6ht die Vergiftungsgefahr.<\/p>\n\n\n\n<p>Selbstverst\u00e4ndlich geh\u00f6ren diese Ketten in keinster Weise in Kinderh\u00e4nde!<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Platz 2: Eisenhut<\/h2>\n\n\n\n<p>Der Blaue Eisenhut (Aconitum napellus), auch als Wolfswurz bekannt, ist die giftigste Pflanze Europas und gilt gleichzeitig als sehr attraktiv. Der Name Wolfswurz kommt daher, dass fr\u00fche J\u00e4ger, ihre Pfeile mit der Pflanze vergifteten und damit W\u00f6lfe gejagt haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Pflanzen finden sich in vielen deutschen G\u00e4rten und z\u00e4hlen zu den beliebtesten Stauden. Eltern sollten diese Pflanze tunlichst vermeiden und umgehend aus ihren Garten entfernen!<\/p>\n\n\n\n<p>Eisenhut gilt seit der Antike als beliebtes Mordwerkzeug. Erste Anzeichen einer Vergiftung sind folgende Vergiftungserscheinungen:<\/p>\n\n\n\n<p>Bei Ber\u00fchrung:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Brennen und sp\u00e4tere Taubheit der Haut auf den ber\u00fchrenden Stellen<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Bei Verschluckung:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>K\u00e4lteempfindlichkeit,<\/li>\n\n\n\n<li>extreme \u00dcbelkeit,<\/li>\n\n\n\n<li>Darmkoliken,<\/li>\n\n\n\n<li>Nervosit\u00e4t, nerv\u00f6sen Erregungen,<\/li>\n\n\n\n<li>Ohrensausen,<\/li>\n\n\n\n<li>Schwindel,<\/li>\n\n\n\n<li>Herzrhythmusst\u00f6rungen,<\/li>\n\n\n\n<li>Kr\u00e4mpfe<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Beim Eisenhut ist jeder Teil der Pflanze hochgiftig. Die in allen Pflanzenteilen vorkommenden Diterpenalkaloide und Esteralkaloide k\u00f6nnen sogar durch die unverletzte Haut und Schleimh\u00e4ute aufgenommen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Besonders gef\u00e4hrlich, wenn Kinder mit den gro\u00dfen Bl\u00fcten spielen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Toxin verursacht eine Beschleunigung des Herzrhythmus und l\u00e4hmt die obere Atemmuskulatur. Der Tod tritt durch Ersticken ein. Es gibt kein geeignetes, spezifisches Gegenmittel!<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Platz 1: Manchinelbaum<\/h2>\n\n\n\n<p>Der spanische Name des Manchinelbaumes (Hippomane mancinella) lautet \u201eManzanilla de la muerte\u201c oder zu deutsch \u201e\u00c4pfelchen des Todes\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Der spanische Name l\u00e4sst sich auf die Kolonisierung Lateinamerikas zur\u00fcckf\u00fchren. Es gibt mehrere Anekdoten zu dieser Pflanze. In der bekanntesten geht es darum, dass Gefangene an den Baum gebunden wurden, um sie zu Tode zu foltern. Urspr\u00fcngliche Heimat des Baumes ist Florida, die K\u00fcsten Zentralamerikas, n\u00f6rdliches S\u00fcdamerika und die Karibik.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Manchinelbaum ist die giftigste Pflanze der Welt! Es handelt sich um ein Wolfsmilchgew\u00e4chs, an dem alles hochtoxisch ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Stellt man sich bei Regen unter den Baum, tritt ein Milchsaft aus den Bl\u00e4ttern hervor, welcher die Haut ver\u00e4tzt und zur Erblindung f\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Wird das Holz verbrannt, tritt durch den Rauch ebenfalls eine Erblindung ein (mit Gl\u00fcck ist diese nur zeitweilig).<\/p>\n\n\n\n<p>Isst man eine der Fr\u00fcchte, die wirklich aussehen wie kleine \u00c4pfel, stirbt man.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Gegenmittel sind Trinken und Waschung mit Meerwasser (Salzwasser) bekannt, die Wurzeln der Maranta arundinacea und der Saft der Tabebuia heterophylla.<\/p>\n\n\n\n<p>Manchinelb\u00e4ume werden mit einem roten X markiert, um auf die Gefahr aufmerksam zu machen. Man sollte von diesen B\u00e4umen umgehend Abstand nehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber auch wenn sie hochgiftig sind, haben die B\u00e4ume eine Funktion. Durch Ihre ausgepr\u00e4gten Wurzeln stabilisieren sie D\u00fcnen und verhindern damit die Erosion von Str\u00e4nden.<\/p>\n\n\n\n<p>Gegenw\u00e4rtig befindet sich die Pflanze auch in verschiedenen medizinischen Forschungsprojekten.<\/p>\n<div id=\"gruen-138781413\" class=\"gruen-footer_468x60_bottom gruen-entity-placement\"><div class=\"gruen-adlabel\">Werbung<\/div><div class=\"InPageAdContainer\">\r\n\r\n<!--\t<span class=\"InPageAdHeaderTextWERBUNG\">WERBUNG<\/span>-->\r\n\r\n\t<div style=\"display: flex; flex-direction: column; align-items: center; gap: 10px;\">\r\n\t\t<div style=\"display: inline-block; padding-top:5px;\">\r\n\t\t\t <div id=\"gruen-3339664334\"><div class=\"gruen-adlabel\">Werbung<\/div><div id=\"gruen-2317269954\">        <a href=\"https:\/\/t.adcell.com\/p\/click?promoId=256156&#038;slotId=108176\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow sponsored noopener\">\r\n            <img src=\"https:\/\/www.gruenlandstaudenhof.de\/cms2\/wp-content\/uploads\/my-ads-cache\/ed8fee0d1837251b06623bb9a34def6d.jpg\"\r\n                 alt=\"Die Scheune Delikatessen\"\r\n                 style=\"max-width:100%;height:auto;\"\r\n                width=\"468\"                height=\"60\"                 loading=\"lazy\">\r\n        <\/a>\r\n        <\/div><\/div>\r\n\t\t<\/div>\r\n\t\r\n\t\t<div style=\"display: inline-block; padding-top:5px;\">\r\n\t\t\t<div id=\"gruen-529810201\"><div class=\"gruen-adlabel\">Werbung<\/div><div id=\"gruen-2892456173\">        <a href=\"https:\/\/t.adcell.com\/p\/click?encodingId=afe5c597b9b85393685b392bc7a2197f\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow sponsored noopener\">\r\n            <img src=\"https:\/\/www.gruenlandstaudenhof.de\/cms2\/wp-content\/uploads\/my-ads-cache\/de6ba0ec8bf267781909aebc02869847.gif\"\r\n                 alt=\"isolier-fuchs.de\"\r\n                 style=\"max-width:100%;height:auto;\"\r\n                width=\"728\"                height=\"90\"                 loading=\"lazy\">\r\n        <\/a>\r\n        <\/div><\/div>\r\n\t\t<\/div>\r\n\t<\/div>\r\n\t\t\r\n\t<div>\r\n\t<script data-cmp-vendor=\"755\" type=\"text\/plain\" async class=\"cmplazyload\" data-cmp-src=\"https:\/\/pagead2.googlesyndication.com\/pagead\/js\/adsbygoogle.js?client=ca-pub-4674519130717366\"\r\n     crossorigin=\"anonymous\"><\/script>\r\n\t<ins type=\"text\/plain\" class=\"adsbygoogle\"\r\n     style=\"display:block\"\r\n     data-ad-client=\"ca-pub-4674519130717366\"\r\n     data-ad-slot=\"3839778248\"\r\n     data-ad-format=\"auto\"\r\n     data-full-width-responsive=\"true\"><\/ins>\r\n\t<script type=\"text\/plain\" data-cmp-vendor=\"755\" class=\"cmplazyload\">\r\n     (adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push({});\r\n\t<\/script>\r\n     <\/div>\r\n\r\n\t\r\n\t\r\n\r\n<\/div>\r\n\r\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Flora, die Welt der Pflanzen, zeugt von einer wundersch\u00f6nen Farbenpracht, sch\u00f6nen Bl\u00e4ttern und herrlichen Fr\u00fcchten. Doch die Sonnenseite hat auch eine Schattenseite. Eine Seite voller Gift und Tod. Ein Biss in eine Frucht kann zum sofortigen Tod f\u00fchren, eine Ber\u00fchrung zu unertr\u00e4glichen Schmerzen. 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