{"id":7110,"date":"2026-03-10T11:33:20","date_gmt":"2026-03-10T10:33:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gruenlandstaudenhof.de\/cms2\/?p=7110"},"modified":"2026-03-10T11:33:33","modified_gmt":"2026-03-10T10:33:33","slug":"agritech-im-garten-smarte-tools-die-2026-durchstarten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gruenlandstaudenhof.de\/cms2\/wissen\/agritech-im-garten-smarte-tools-die-2026-durchstarten\/","title":{"rendered":"AgriTech im Garten: Smarte Tools, die 2026 durchstarten"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Wer heute durch eine moderne Kleingartenanlage geht, h\u00f6rt nicht mehr nur das Surren eines Rasenm\u00e4hers oder das Klackern einer Gie\u00dfkanne. Stattdessen summt es leise, blinkt hier und da eine Status-LED, und irgendwo rollt ein kleiner Roboter seine Bahnen. Was vor zehn Jahren noch wie Spielerei f\u00fcr Technikfans wirkte, ist l\u00e4ngst im Alltag angekommen. AgriTech, also moderne Agrartechnologie , h\u00e4lt Einzug in unsere G\u00e4rten. Und 2026 wird ein Jahr, in dem viele dieser L\u00f6sungen endg\u00fcltig vom Trend zur Selbstverst\u00e4ndlichkeit werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe in den letzten Jahren zahlreiche Systeme ausprobiert, mit Kolleginnen und Kollegen aus dem Gartenbau gesprochen und Versuchsberichte studiert. Eines kann ich sagen: Die Technik ersetzt nicht das G\u00e4rtnern. Aber sie kann es deutlich kl\u00fcger, effizienter und nachhaltiger machen \u2013 wenn man sie richtig einsetzt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Roboter-Rasenm\u00e4her: Vom Spielzeug zum Pr\u00e4zisionswerkzeug<\/h2>\n\n\n\n<p>Der klassische Roboter-Rasenm\u00e4her ist l\u00e4ngst mehr als ein Gadget f\u00fcr Technikverliebte. Marken wie Husqvarna, STIHL oder Bosch haben ihre Systeme in den letzten Jahren deutlich weiterentwickelt. Moderne Ger\u00e4te arbeiten mit GPS-gest\u00fctzter Navigation, teilweise sogar mit RTK-Technologie (Real Time Kinematic), die aus der Landwirtschaft bekannt ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Was bedeutet das f\u00fcr den Garten?<\/p>\n\n\n\n<p>Fr\u00fcher fuhren viele Modelle nach dem Zufallsprinzip \u00fcber die Fl\u00e4che. Das funktionierte \u2013 aber eben ineffizient. Heute legen die Ger\u00e4te systematische Bahnen an, \u00e4hnlich wie ein Landwirt mit dem Schlepper auf dem Acker. Das spart Energie und reduziert die M\u00e4hzeit. Vor allem bei gr\u00f6\u00dferen Grundst\u00fccken merkt man den Unterschied deutlich.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Mehr als nur M\u00e4hen<\/h3>\n\n\n\n<p>Ein gut eingestellter M\u00e4hroboter sorgt f\u00fcr regelm\u00e4\u00dfigen, sehr feinen Schnitt. Das Schnittgut bleibt als Mulch liegen und versorgt den Boden mit organischer Substanz. Laut Empfehlungen verschiedener landwirtschaftlicher Beratungsstellen \u2013 etwa von Universit\u00e4ten wie der Universit\u00e4t Hohenheim \u2013 ist Mulchen bei regelm\u00e4\u00dfigem Schnitt eine sinnvolle Methode, um N\u00e4hrstoffe im Kreislauf zu halten und die Bodenstruktur zu f\u00f6rdern.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber Achtung: Das funktioniert nur bei konsequentem Einsatz. L\u00e4sst man den Rasen zu hoch wachsen und schickt den Roboter dann los, bleibt zu viel Schnittgut liegen. Das f\u00fchrt zu Filzbildung. Ein typischer Anf\u00e4ngerfehler.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Praxis-Tipp<\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Rasenh\u00f6he regelm\u00e4\u00dfig kontrollieren und M\u00e4hintervalle anpassen<\/li>\n\n\n\n<li>Messer h\u00e4ufiger wechseln als vom Hersteller minimal empfohlen<\/li>\n\n\n\n<li>Bei Trockenheit M\u00e4hzeiten reduzieren, um Stress f\u00fcr den Rasen zu vermeiden<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Ich war ehrlich \u00fcberrascht, wie viel gleichm\u00e4\u00dfiger mein Rasen nach einem Jahr mit sauber eingestelltem Roboter aussah. Fast wie ein Teppich. Aber eben nur, weil die Grundeinstellungen passten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Bodensensoren: Wissen, was unter der Oberfl\u00e4che passiert<\/h2>\n\n\n\n<p>\u201eGie\u00dfen Sie mal lieber noch einmal.\u201c Diesen Rat h\u00f6rt man oft. Doch ob wirklich Wasser fehlt, wissen viele Hobbyg\u00e4rtner nicht. Genau hier setzen Bodensensoren an.<\/p>\n\n\n\n<p>Unternehmen wie Gardena oder Netafim bieten Systeme an, die Bodenfeuchte messen und die Daten an eine App senden. In der professionellen Landwirtschaft sind solche Sensoren schon lange Standard. Forschungseinrichtungen wie die University of California Agriculture and Natural Resources betonen in ihren Ver\u00f6ffentlichungen regelm\u00e4\u00dfig, wie wichtig eine bedarfsgerechte Bew\u00e4sserung f\u00fcr Wassereffizienz und Pflanzengesundheit ist.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wie funktionieren diese Sensoren?<\/h3>\n\n\n\n<p>Meist wird die volumetrische Bodenfeuchte gemessen. Das klingt kompliziert, ist aber im Grunde nur der Wasseranteil im Boden in Prozent. Manche Systeme erfassen zus\u00e4tzlich Bodentemperatur oder elektrische Leitf\u00e4higkeit, was R\u00fcckschl\u00fcsse auf Salzgehalt oder N\u00e4hrstoffverf\u00fcgbarkeit zul\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch Technik ist nur so gut wie ihre Platzierung. Steckt der Sensor zu flach, misst er nur die oberste Bodenschicht. Steckt er zu tief, bekommt man keine realistischen Werte f\u00fcr flachwurzelnde Kulturen wie Salat.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Typische Fehler<\/h3>\n\n\n\n<p>Ein h\u00e4ufiger Irrtum: Ein Sensor gen\u00fcgt f\u00fcr den gesamten Garten. In der Praxis unterscheiden sich Beete erheblich. Sandiger Boden trocknet schneller aus als lehmiger. Ein Hochbeet verh\u00e4lt sich anders als eine Rasenfl\u00e4che.<\/p>\n\n\n\n<p>Mein Rat: Beginnen Sie mit einer repr\u00e4sentativen Fl\u00e4che und lernen Sie die Daten zu interpretieren. Technik ersetzt nicht das Gef\u00fchl f\u00fcr den Boden, aber sie sch\u00e4rft es.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">App-gest\u00fctzte Bew\u00e4sserung: Wasser zur richtigen Zeit<\/h2>\n\n\n\n<p>Kombiniert man Bodensensoren mit smarten Bew\u00e4sserungssystemen, entsteht ein geschlossenes System. Ventile \u00f6ffnen sich nur dann, wenn der Boden tats\u00e4chlich Wasser braucht.<\/p>\n\n\n\n<p>Organisationen wie die Food and Agriculture Organization of the United Nations weisen seit Jahren auf die Bedeutung effizienter Bew\u00e4sserungssysteme hin, besonders angesichts zunehmender Trockenperioden. Auch im Hausgarten kann man hier einen Beitrag leisten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wetterdaten in Echtzeit<\/h3>\n\n\n\n<p>Viele Systeme greifen auf lokale Wetterdaten zur\u00fcck. Sie ber\u00fccksichtigen Niederschl\u00e4ge, Verdunstung und Temperatur. Das Ziel: \u00dcberbew\u00e4sserung vermeiden.<\/p>\n\n\n\n<p>Vielleicht haben Sie das selbst schon erlebt. Es regnet nachts kr\u00e4ftig \u2013 und morgens springt trotzdem der Rasensprenger an. Das ist nicht nur \u00e4rgerlich, sondern schlicht unn\u00f6tig. Smarte Steuerungen verhindern genau das.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Praxisnah gedacht<\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Tropfbew\u00e4sserung f\u00fcr Beete einsetzen<\/li>\n\n\n\n<li>Regner nur f\u00fcr gr\u00f6\u00dfere Fl\u00e4chen verwenden<\/li>\n\n\n\n<li>Bew\u00e4sserung in den fr\u00fchen Morgenstunden planen<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Ich habe bei einem Versuch in meinem Gem\u00fcsegarten den Wasserverbrauch \u00fcber eine Saison verglichen. Mit automatischer Steuerung lag er sp\u00fcrbar niedriger als bei manueller Bew\u00e4sserung. Exakte Prozentwerte nenne ich bewusst nicht, weil sie stark vom Standort abh\u00e4ngen. Aber der Unterschied war deutlich.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Pflanzensensorik und KI-gest\u00fctzte Analyse<\/h2>\n\n\n\n<p>Ein spannendes Feld, das 2026 weiter an Bedeutung gewinnen d\u00fcrfte, ist die bildgest\u00fctzte Pflanzenanalyse. Einige Apps erkennen mithilfe von KI Blattkrankheiten oder N\u00e4hrstoffm\u00e4ngel anhand eines Fotos.<\/p>\n\n\n\n<p>Forschungseinrichtungen wie die Fraunhofer-Gesellschaft arbeiten seit Jahren an automatisierter Bildauswertung in der Landwirtschaft. Im Profibereich werden damit bereits Krankheiten fr\u00fchzeitig erkannt.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Hobbybereich ist die Technik noch nicht perfekt. Manche Diagnosen sind ungenau. Doch als erste Orientierung kann sie hilfreich sein. Wichtig bleibt: Im Zweifel immer Fachliteratur oder Beratung hinzuziehen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kleine Roboter f\u00fcr Beet und Gew\u00e4chshaus<\/h2>\n\n\n\n<p>Neben dem Rasenroboter tauchen zunehmend Spezialger\u00e4te auf. Hackroboter f\u00fcr kleine Gem\u00fcsefl\u00e4chen oder automatische L\u00fcftungssysteme f\u00fcr Gew\u00e4chsh\u00e4user.<\/p>\n\n\n\n<p>Im professionellen Gartenbau sind automatisierte Klimasteuerungen seit Langem etabliert. Universit\u00e4ten wie die Wageningen University &amp; Research forschen intensiv an energieeffizienter Gew\u00e4chshaussteuerung.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Hausgartenbereich werden diese L\u00f6sungen einfacher und bezahlbarer. Ein automatischer Fenster\u00f6ffner im Gew\u00e4chshaus kann bei Hitze Gold wert sein. Gerade im Hochsommer entscheidet die richtige Temperatur \u00fcber Ertrag oder Ausfall.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Nachhaltigkeit durch Technik?<\/h2>\n\n\n\n<p>Manche fragen sich: \u201eIst das noch naturnah?\u201c und das ist eine berechtigte Frage. Klar, jede Technik verbraucht Ressourcen: Rohstoffe f\u00fcr Sensoren, Energie f\u00fcr Roboter, gelegentlich auch Netzwerke und Serverkapazit\u00e4t f\u00fcr die App-Auswertung. Auf den ersten Blick wirkt das vielleicht widerspr\u00fcchlich zum naturnahen G\u00e4rtnern.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber schaut man genauer hin, kann Technik durchaus das Gegenteil bewirken. Smarte Systeme erm\u00f6glichen eine gezielte Bew\u00e4sserung \u2013 Wasser wird genau dort eingesetzt, wo es gebraucht wird, und nicht verschwenderisch auf trockene oder ohnehin feuchte Stellen verteilt. Gleiches gilt f\u00fcr D\u00fcnger und Pflanzenschutz: Sensoren und Datenanalysen helfen, N\u00e4hrstoffverluste zu reduzieren und Mittel nur punktgenau einzusetzen. Weniger \u00dcberd\u00fcngung bedeutet ges\u00fcndere B\u00f6den und weniger Belastung f\u00fcr das Grundwasser.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Landwirtschaft steht seit Jahren unter Druck, effizienter und umweltvertr\u00e4glicher zu produzieren. Diese Entwicklungen \u2013 von Bodensensoren \u00fcber pr\u00e4zise Bew\u00e4sserung bis hin zu automatisierten Klimasteuerungen \u2013 schwappen nun allm\u00e4hlich in den Freizeitgarten. F\u00fcr den Hobbyg\u00e4rtner hei\u00dft das: Mehr Kontrolle, weniger Verschwendung und oft sogar weniger k\u00f6rperlicher Aufwand.<\/p>\n\n\n\n<p>Grunds\u00e4tzlich ist das positiv, solange der Einsatz bewusst erfolgt. Technik ersetzt nicht das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Natur, sie erg\u00e4nzt es. Wer seine Pflanzen kennt, den Boden beobachtet und die Technik gezielt einsetzt, kann den Garten effizienter, nachhaltiger und dennoch naturnah gestalten. Es geht also nicht um \u201emehr Technologie\u201c, sondern um \u201erichtiger Technologie\u201c.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was 2026 besonders wichtig wird<\/h2>\n\n\n\n<p>Aus meiner Sicht zeichnen sich drei klare Entwicklungen ab und sie greifen st\u00e4rker ineinander, als man auf den ersten Blick denkt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">1. Vernetzte Systeme: Wenn der Garten miteinander spricht<\/h3>\n\n\n\n<p>Noch vor wenigen Jahren arbeiteten viele Ger\u00e4te nebeneinander her. Der M\u00e4hroboter fuhr sein Programm, die Bew\u00e4sserung lief nach Zeitschaltuhr, und der Bodensensor \u2013 sofern vorhanden \u2013 zeigte seine Werte in einer separaten App an.<\/p>\n\n\n\n<p>2026 wird das anders aussehen. Die Tendenz geht klar zu integrierten \u00d6kosystemen. Hersteller wie Gardena oder Husqvarna setzen bereits auf Plattformen, in denen M\u00e4hroboter, Sensoren und Ventile miteinander kommunizieren. Technisch l\u00e4uft das meist \u00fcber Funkstandards wie WLAN, Bluetooth oder spezielle Garten-Gateways.<\/p>\n\n\n\n<p>Was bedeutet das in der Praxis?<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Beispiel: Der Bodensensor meldet, dass die Feuchtigkeit im Wurzelbereich unter einen definierten Schwellenwert f\u00e4llt. Gleichzeitig zeigt die Wetterprognose keinen Regen an. Das System gibt die Bew\u00e4sserung frei, aber nur f\u00fcr die betroffene Zone. Der M\u00e4hroboter bleibt w\u00e4hrenddessen in seiner Ladestation, um frisch gew\u00e4sserte Fl\u00e4chen nicht unn\u00f6tig zu befahren.<\/p>\n\n\n\n<p>Das klingt simpel, ist aber ein enormer Fortschritt gegen\u00fcber starren Zeitpl\u00e4nen. Im professionellen Bereich wird solche vernetzte Steuerung seit Jahren erforscht, etwa an Einrichtungen wie der Wageningen University &amp; Research, wo integrierte Produktionssysteme im Gartenbau untersucht werden. Im Hausgarten wird diese Denkweise nun alltagstauglich.<\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich gilt: Je komplexer das System, desto wichtiger ist eine saubere Einrichtung. Ich habe schon G\u00e4rten gesehen, in denen drei Apps installiert waren, aber nichts wirklich aufeinander abgestimmt war. Vernetzung funktioniert nur dann, wenn man sich einmal gr\u00fcndlich damit besch\u00e4ftigt und nicht alles auf Werkseinstellungen laufen l\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">2. Datengest\u00fctzte Entscheidungen: Vom Messwert zur Handlung<\/h3>\n\n\n\n<p>Der zweite Trend ist fast noch spannender. Daten allein helfen wenig. Entscheidend ist, was wir daraus machen.<\/p>\n\n\n\n<p>Moderne Apps liefern nicht mehr nur Rohwerte wie \u201eBodenfeuchte 23 %\u201c oder \u201eTemperatur 31 \u00b0C\u201c. Sie interpretieren diese Daten. Manche Systeme geben konkrete Empfehlungen: \u201eBew\u00e4sserung in den n\u00e4chsten 12 Stunden sinnvoll\u201c oder \u201eM\u00e4hintervall verl\u00e4ngern aufgrund von Trockenstress\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Hier flie\u00dfen Erkenntnisse aus der Agrarforschung ein. Organisationen wie die Food and Agriculture Organization of the United Nations betonen seit Langem die Bedeutung datenbasierter Entscheidungen f\u00fcr Ressourceneffizienz. Auch landwirtschaftliche Beratungsdienste, etwa von der Universit\u00e4t Hohenheim, arbeiten mit Modellen, die Wetter, Boden und Pflanzenentwicklung kombinieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Kleingarten bedeutet das: Sie bekommen eine Art digitalen Assistenten.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber Vorsicht. Diese Empfehlungen basieren auf Algorithmen. Sie k\u00f6nnen Standortbesonderheiten nur ber\u00fccksichtigen, wenn die Datenlage stimmt. Ein schattiger Innenhof verh\u00e4lt sich anders als eine windoffene Hanglage. Deshalb sehe ich die App nicht als Ersatz f\u00fcr Erfahrung, sondern als Erg\u00e4nzung.<\/p>\n\n\n\n<p>Vielleicht kennen Sie das: Man gie\u00dft aus Gewohnheit jeden Abend. Mit datenbasierter Steuerung merkt man pl\u00f6tzlich, dass die Pflanzen eigentlich nur alle drei Tage Wasser brauchen. Das ver\u00e4ndert die Routine. Und spart Ressourcen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">3. Energieeffizienz: Weniger Verbrauch, l\u00e4ngere Laufzeiten<\/h3>\n\n\n\n<p>Der dritte Trend ist leiser, aber mindestens genauso wichtig. Smarte Gartentechnik soll nicht nur Arbeit sparen, sondern auch nachhaltig sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Viele Sensoren arbeiten inzwischen mit kleinen Solarpanels. Das reduziert Batteriewechsel und verl\u00e4ngert die Einsatzdauer erheblich. Bei M\u00e4hrobotern wurden Akkutechnologien weiterentwickelt; optimierte Lithium-Ionen-Systeme sorgen f\u00fcr l\u00e4ngere Laufzeiten bei geringerem Energieeinsatz. Konkrete Leistungsdaten unterscheiden sich stark je nach Modell, deshalb sollte man hier immer die technischen Angaben des Herstellers pr\u00fcfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch das Lade- und Fahrverhalten wird intelligenter. Statt wahllos Energie zu verbrauchen, passen moderne Ger\u00e4te ihre Aktivit\u00e4t an Wachstumsphasen an. In Trockenperioden wird seltener gem\u00e4ht, bei starkem Wachstum h\u00e4ufiger. Das schont nicht nur den Rasen, sondern auch den Akku.<\/p>\n\n\n\n<p>In der professionellen Forschung ist Energieeffizienz ein zentrales Thema, etwa bei der Fraunhofer-Gesellschaft, wo unter anderem an optimierten Energiesystemen f\u00fcr Anwendungen in der Landwirtschaft gearbeitet wird. Diese Entwicklungen schlagen zunehmend auf den Privatbereich durch.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Technik mit Augenma\u00df einsetzen<\/h3>\n\n\n\n<p>Bei aller Begeisterung bleibt eines wichtig: Nicht jedes Grundst\u00fcck braucht Hightech. Ein kleiner Stadtgarten mit 80 Quadratmetern, ein paar Beeten und einer Regentonne funktioniert oft wunderbar ohne digitale Steuerung. Dort reicht Erfahrung, Beobachtung und ein guter Gie\u00dfrhythmus.<\/p>\n\n\n\n<p>Anders sieht es bei gr\u00f6\u00dferen Fl\u00e4chen aus. Wer 800 oder 1.500 Quadratmeter Rasen pflegt, mehrere Bew\u00e4sserungszonen betreibt oder empfindliche Kulturen im Gew\u00e4chshaus anbaut, profitiert deutlich von Automatisierung und Datenauswertung.<\/p>\n\n\n\n<p>Was mich pers\u00f6nlich beeindruckt: Viele Systeme, die vor wenigen Jahren ausschlie\u00dflich im professionellen Gartenbau eingesetzt wurden, sind heute f\u00fcr ambitionierte Hobbyg\u00e4rtner bezahlbar. Die Einstiegsh\u00fcrden sinken.<\/p>\n\n\n\n<p>Die entscheidende Frage lautet also nicht: \u201eBrauche ich das?\u201c Sondern: \u201eWo bringt es mir wirklich einen Mehrwert?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Wer diese Frage ehrlich beantwortet, wird die passende Balance finden \u2013 zwischen Spaten und Smartphone, zwischen Erfahrung und Algorithmus.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fazit: Technik als Partner, nicht als Ersatz<\/h2>\n\n\n\n<p>AgriTech im Garten ist kein Selbstzweck. Sie soll uns unterst\u00fctzen, nicht bevormunden. Wer bereit ist, sich einzuarbeiten, wird belohnt \u2013 mit ges\u00fcnderen Pflanzen, weniger Wasserverbrauch und mehr Zeit f\u00fcr das, was wirklich Freude macht: beobachten, pflegen, ernten.<\/p>\n\n\n\n<p>Vielleicht denken Sie jetzt, Ihr Garten sei doch bisher auch gut ohne Sensoren ausgekommen. Stimmt. Aber probieren Sie es einmal auf einer kleinen Fl\u00e4che aus. Sammeln Sie Erfahrungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Denn am Ende bleibt eines unver\u00e4ndert: Der beste Sensor ist immer noch der Mensch, der aufmerksam durch seinen Garten geht. Die Technik kann viel. Doch sie entfaltet ihr volles Potenzial erst in den H\u00e4nden eines engagierten G\u00e4rtners.<\/p>\n<div id=\"gruen-3986393023\" class=\"gruen-footer_468x60_bottom gruen-entity-placement\"><div class=\"gruen-adlabel\">Werbung<\/div><div class=\"InPageAdContainer\">\r\n\r\n<!--\t<span class=\"InPageAdHeaderTextWERBUNG\">WERBUNG<\/span>-->\r\n\r\n\t<div style=\"display: flex; flex-direction: column; align-items: center; gap: 10px;\">\r\n\t\t<div style=\"display: inline-block; padding-top:5px;\">\r\n\t\t\t <div id=\"gruen-3996599761\"><div class=\"gruen-adlabel\">Werbung<\/div><div id=\"gruen-68262257\">        <a href=\"https:\/\/t.adcell.com\/p\/click?encodingId=420bc80f040ff81868639a36abfbd5cf\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow sponsored noopener\">\r\n            <img src=\"https:\/\/www.gruenlandstaudenhof.de\/cms2\/wp-content\/uploads\/my-ads-cache\/b5e0d1d426a583ce81c41754687836a2.jpg\"\r\n                 alt=\"Elektroflachheizung Shop\"\r\n                 style=\"max-width:100%;height:auto;\"\r\n                width=\"728\"                height=\"90\"                 loading=\"lazy\">\r\n        <\/a>\r\n        <\/div><\/div>\r\n\t\t<\/div>\r\n\t\r\n\t\t<div style=\"display: inline-block; padding-top:5px;\">\r\n\t\t\t<div id=\"gruen-2454751272\"><div class=\"gruen-adlabel\">Werbung<\/div><div id=\"gruen-3651583441\">        <a href=\"https:\/\/t.adcell.com\/p\/click?encodingId=420bc80f040ff81868639a36abfbd5cf\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow sponsored noopener\">\r\n            <img src=\"https:\/\/www.gruenlandstaudenhof.de\/cms2\/wp-content\/uploads\/my-ads-cache\/b5e0d1d426a583ce81c41754687836a2.jpg\"\r\n                 alt=\"Elektroflachheizung Shop\"\r\n                 style=\"max-width:100%;height:auto;\"\r\n                width=\"728\"                height=\"90\"                 loading=\"lazy\">\r\n        <\/a>\r\n        <\/div><\/div>\r\n\t\t<\/div>\r\n\t<\/div>\r\n\t\t\r\n\t<div>\r\n\t<script data-cmp-vendor=\"755\" type=\"text\/plain\" async class=\"cmplazyload\" data-cmp-src=\"https:\/\/pagead2.googlesyndication.com\/pagead\/js\/adsbygoogle.js?client=ca-pub-4674519130717366\"\r\n     crossorigin=\"anonymous\"><\/script>\r\n\t<ins type=\"text\/plain\" class=\"adsbygoogle\"\r\n     style=\"display:block\"\r\n     data-ad-client=\"ca-pub-4674519130717366\"\r\n     data-ad-slot=\"3839778248\"\r\n     data-ad-format=\"auto\"\r\n     data-full-width-responsive=\"true\"><\/ins>\r\n\t<script type=\"text\/plain\" data-cmp-vendor=\"755\" class=\"cmplazyload\">\r\n     (adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push({});\r\n\t<\/script>\r\n     <\/div>\r\n\r\n\t\r\n\t\r\n\r\n<\/div>\r\n\r\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer heute durch eine moderne Kleingartenanlage geht, h\u00f6rt nicht mehr nur das Surren eines Rasenm\u00e4hers oder das Klackern einer Gie\u00dfkanne. 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