{"id":7311,"date":"2026-05-12T10:16:21","date_gmt":"2026-05-12T08:16:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gruenlandstaudenhof.de\/cms2\/?p=7311"},"modified":"2026-05-12T10:16:31","modified_gmt":"2026-05-12T08:16:31","slug":"parasiten-bei-huehnern-milben-wuermer-co-erkennen-bekaempfen-vorbeugen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gruenlandstaudenhof.de\/cms2\/tierwelt\/gefluegel\/parasiten-bei-huehnern-milben-wuermer-co-erkennen-bekaempfen-vorbeugen\/","title":{"rendered":"Parasiten bei H\u00fchnern: Milben, W\u00fcrmer &amp; Co. \u2013 Erkennen, Bek\u00e4mpfen, Vorbeugen"},"content":{"rendered":"\n<p>Wer H\u00fchner h\u00e4lt, wei\u00df: Diese Tiere sind erstaunlich robust, gesellig und dankbar. Aber so angenehm das H\u00fchnerhalten auch ist, es geh\u00f6rt eine unliebsame Wahrheit dazu. Parasiten. Fr\u00fcher oder sp\u00e4ter werden sie auftauchen, ganz gleich ob im kleinen Hobbybestand mit f\u00fcnf Hennen oder im gr\u00f6\u00dferen landwirtschaftlichen Betrieb. Das ist kein Zeichen von schlechter Haltung, sondern schlicht biologische Realit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p>Vielleicht haben Sie schon einmal beobachtet, dass Ihre Hennen unruhiger als sonst wirken, sich h\u00e4ufig kratzen oder die Legeleistung ohne erkennbaren Grund nachl\u00e4sst. M\u00f6glicherweise haben Sie morgens beim Stallcheck kleine r\u00f6tliche Punkte an den Sitzstangen entdeckt. Oder eine Henne magert langsam ab, obwohl Futter und Wasser in bester Ordnung sind. All das k\u00f6nnen erste Hinweise auf Parasitenbefall sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Artikel soll Ihnen helfen, die h\u00e4ufigsten Parasiten zu erkennen, zu verstehen, wie sie funktionieren, und vor allem: Was Sie konkret dagegen tun k\u00f6nnen. Ohne Panikmache, aber mit dem n\u00f6tigen Ernst.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ekto- oder Endoparasit? Eine wichtige Grundunterscheidung<\/h2>\n\n\n\n<p>Bevor man \u00fcber einzelne Sch\u00e4dlinge spricht, lohnt sich ein kurzer Blick auf die Systematik. Parasiten bei H\u00fchnern lassen sich grunds\u00e4tzlich in zwei Gruppen einteilen:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ektoparasiten<\/strong> befallen das Tier von au\u00dfen. Sie leben auf der Haut, im Gefieder oder an den Beinen. Typische Vertreter sind Milben, Federlinge und Fl\u00f6he.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Endoparasiten<\/strong> siedeln sich im Inneren des Tieres an, meistens im Verdauungstrakt. Hier sind vor allem verschiedene Wurmarten zu nennen.<\/p>\n\n\n\n<p>Beide Gruppen k\u00f6nnen erheblichen Schaden anrichten. W\u00e4hrend Ektoparasiten oft schnell sichtbar oder zumindest ersp\u00fcrbar sind, schleicht sich ein Endoparasitenbefall h\u00e4ufig still und unbemerkt ein. Das macht ihn manchmal gef\u00e4hrlicher, weil zu lange nichts unternommen wird.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Rote Vogelmilbe: Der Vampir im H\u00fchnerstall<\/h2>\n\n\n\n<p>Kein Parasit f\u00fcrchtet den H\u00fchnerhalter mehr als die Rote Vogelmilbe (<em>Dermanyssus gallinae<\/em>). Sie ist klein, listig und ungemein hartn\u00e4ckig. Ich erinnere mich an Gespr\u00e4che mit H\u00fchnerhaltern, die nach einem Milbenbefall buchst\u00e4blich den ganzen Stall ausgebaut haben, weil keine andere Ma\u00dfnahme geholfen hatte. Das ist zwar die Ausnahme, aber sie zeigt, wie ernst man diesen Parasiten nehmen sollte.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wie die Milbe lebt und sich vermehrt<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Rote Vogelmilbe ist winzig: Sie misst nicht einmal einen Millimeter. Tags\u00fcber versteckt sie sich in Ritzen, Spalten, unter Sitzstangen und in Nestern. Nachts, wenn die H\u00fchner ruhig schlafen, krabbelt sie heraus und saugt Blut. Danach zieht sie sich wieder zur\u00fcck. Diese Lebensweise macht sie so schwer fassbar: Wer tags\u00fcber in den Stall schaut, findet oft nichts.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Fortpflanzung ist besorgniserregend schnell. Ein Weibchen kann t\u00e4glich bis zu zehn Eier legen, und bereits nach etwa einer Woche ist aus einem Ei eine neue erwachsene Milbe geworden. Erreichen die Au\u00dfentemperaturen 20 bis 25 Grad Celsius, vermehrt sich die Population geradezu explosionsartig. Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen beschreibt den Sommerbefall bei Legehennenbest\u00e4nden als nahezu unvermeidlich, wenn keine geeigneten Gegenma\u00dfnahmen getroffen werden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Woran erkennt man einen Befall?<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Symptome sind vielf\u00e4ltig. Ihre H\u00fchner werden nerv\u00f6s und unruhig, kratzen sich h\u00e4ufig und verlassen manchmal sogar die Nestk\u00e4sten. Der Kamm kann blass werden, ein Zeichen f\u00fcr Blutarmut durch den anhaltenden Blutverlust. Die Legeleistung sinkt. Bei starkem Befall magern die Tiere ab und k\u00f6nnen im schlimmsten Fall sterben.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein einfacher Haustest: Legen Sie ein wei\u00dfes Tuch oder wei\u00dfes Papier abends auf die Sitzstange und schauen Sie morgens nach. Sind winzige r\u00f6tliche oder dunkelrote Punkte darauf, die sich bewegen, ist der Verdacht best\u00e4tigt. Auch ein Blick in die Ritzen und Ecken des Stalls kann Aufschluss geben: Grau-r\u00f6tliche, kr\u00fcmelige Massen sind oft Milbenkolonien oder deren Ausscheidungen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Bek\u00e4mpfung: Was wirklich hilft<\/h3>\n\n\n\n<p>Die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung bei der Bek\u00e4mpfung der Roten Vogelmilbe ist, dass sie nicht nur das Tier, sondern vor allem die Stallstruktur bef\u00e4llt. Das Tier zu behandeln reicht nicht. Der Stall muss systematisch angegangen werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mechanische und physikalische Ma\u00dfnahmen<\/strong> stehen an erster Stelle. Ritzen und Spalten im Holz sind Brutst\u00e4tten, also sollten sie vor dem Einzug der H\u00fchner mit Silikon oder Gips abgedichtet werden. Ist ein Befall eingetreten, hilft eine gr\u00fcndliche Reinigung mit einem Hochdruckreiniger oder Dampfstrahler. Anschlie\u00dfend werden alle Oberfl\u00e4chen, besonders schwer zug\u00e4ngliche Stellen, mit Kieselgur (Silikatstaub aus fossilen Kieselalgen) best\u00e4ubt. Kieselgur wirkt mechanisch: Die feinen Partikel zerst\u00f6ren die Schutzschicht der Milben, die dann austrocknen und sterben. Es enth\u00e4lt keine Giftstoffe und ist daher bei sachgem\u00e4\u00dfer Anwendung unbedenklich f\u00fcr Mensch und Tier.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u00c4therische \u00d6le<\/strong> wie Geraniol oder Neem\u00f6l gelten als milbenabweisend und k\u00f6nnen erg\u00e4nzend eingesetzt werden. Sie ersetzen aber keine gr\u00fcndliche Behandlung bei akutem Befall.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Chemische Akarizide<\/strong> (Mittel gegen Milben), etwa Pyrethroide oder Carbamate, sind bei starkem Befall oft unumg\u00e4nglich. Sie wirken zuverl\u00e4ssig, m\u00fcssen aber mit Bedacht eingesetzt werden, da Milben Resistenzen entwickeln k\u00f6nnen und manche Mittel f\u00fcr Legeh\u00fchner mit Vermarktungseinschr\u00e4nkungen verbunden sind. Im Zweifel immer den Tierarzt konsultieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein praktischer Tipp, der untersch\u00e4tzt wird: Kleben Sie doppelseitiges Klebeband an die Au\u00dfenr\u00e4nder der Sitzstangen. Milben, die nachts die Stangen hochklettern wollen, bleiben daran h\u00e4ngen, was als Fr\u00fchwarnsystem und leichte Barriere funktioniert.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.gruenlandstaudenhof.de\/cms2\/landwirtschaft\/tiere\/parasitenbefall-bei-legehennen-rote-vogelmilbe\/\">Mehr zur &#8220;Roten Vogelmilbe&#8221;<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Kalkbeinmilbe: Wenn die Beine verraten, was im Verborgenen passiert<\/h2>\n\n\n\n<p>Neben der Roten Vogelmilbe gibt es noch einen weiteren h\u00e4ufigen Milbenvertreter: die Kalkbeinmilbe (<em>Knemidocoptes mutans<\/em>). Sie ist eine sogenannte Grabmilbe und lebt, anders als ihre Verwandte, dauerhaft unter den Beinschuppen der H\u00fchner. Dort gr\u00e4bt sie kleine G\u00e4nge, was zu Entz\u00fcndungen und charakteristischen Ver\u00e4nderungen f\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Beine erkrankter H\u00fchner sehen aus, als h\u00e4tte sich eine wei\u00dflich-gelbliche oder gr\u00e4uliche Kruste unter den Schuppen geschoben. Die Schuppen l\u00f6sen sich ab oder richten sich nach oben auf. Unbehandelt wird der Zustand schmerzhaft und kann die Gelenke sch\u00e4digen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kalkbeinmilbe \u00fcbertr\u00e4gt sich durch direkten K\u00f6rperkontakt, ist also im Bestand hochansteckend. Bemerken Sie die Symptome bei einem Tier, sollten alle H\u00fchner vorsorglich untersucht und behandelt werden. Zum Einsatz kommen beim Tierarzt geeignete Antiparasitika. Als unterst\u00fctzende Ma\u00dfnahme werden die Beine der betroffenen Tiere manchmal mit milden \u00d6len (etwa Neem- oder Kokos\u00f6l) eingerieben, um die Milben zu ersticken. Ob dies allein ausreicht, h\u00e4ngt vom Schweregrad des Befalls ab, also bitte im Zweifel tier\u00e4rztlich abkl\u00e4ren.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Federlinge: Die Gefiederr\u00e4uber<\/h2>\n\n\n\n<p>Federlinge geh\u00f6ren nicht zu den Milben, sondern zu den L\u00e4usen. Sie sind etwas gr\u00f6\u00dfer als Milben und mit blo\u00dfem Auge erkennbar: kleine, flache, hell- bis dunkelbraune Insekten, die sich schnell im Gefieder bewegen. Ihr Name sagt alles: Sie fressen Federn und Federscheiden, saugen aber kein Blut.<\/p>\n\n\n\n<p>Trotzdem sind sie kein Bagatellproblem. Stark befallene H\u00fchner zeigen ein zerzaustes, kaputtes Federkleid. Sie kratzen und picken st\u00e4ndig, was auf Dauer stresst und die Tiere schw\u00e4cht. Besonders auff\u00e4llig ist das Gefieder rund um den After und an der Unterseite der Fl\u00fcgel, wo sich Federlinge bevorzugt aufhalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Sandb\u00e4der sind eine der besten nat\u00fcrlichen Vorbeugema\u00dfnahmen. H\u00fchner, die regelm\u00e4\u00dfig die M\u00f6glichkeit zum Staubbaden haben, halten ihren Parasitenbefall auf einem nat\u00fcrlich niedrigen Niveau. Puder auf Kieselgur-Basis, das in den Sand gemischt wird, verst\u00e4rkt die Wirkung. Bei starkem Befall kommen spezifische Insektizide zum Einsatz, die vom Tierarzt verordnet werden sollten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">W\u00fcrmer im Inneren: Still, aber wirkungsvoll<\/h2>\n\n\n\n<p>Kommen wir zu den Endoparasiten. W\u00fcrmer sind bei H\u00fchnern mit Freiland- oder Auslaufhaltung nahezu unvermeidbar. Das ist keine \u00dcbertreibung. Wer H\u00fchner auf Gras, Wiese oder Erde h\u00e4lt, lebt mit einem gewissen Grundbefall. Die entscheidende Frage ist nicht ob, sondern wie stark.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Spulw\u00fcrmer: Der h\u00e4ufigste Vertreter<\/h3>\n\n\n\n<p>Der Spulwurm <em>Ascaridia galli<\/em> ist weltweit der h\u00e4ufigste Darmparasit beim Huhn. Er parasitiert im D\u00fcnndarm und kann mehrere Zentimeter lang werden. Das M\u00e4nnchen misst sechs bis acht Zentimeter, das Weibchen bis zu zw\u00f6lf Zentimeter. Der ausgewachsene Wurm l\u00e4sst sich also theoretisch mit blo\u00dfem Auge erkennen, wenn er im Kot sichtbar ist, was bei starkem Befall tats\u00e4chlich vorkommen kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Besondere am Spulwurm: Er braucht keinen Zwischenwirt. Die Eier werden mit dem Kot ausgeschieden, reifen im Boden (bei feucht-warmem Klima in etwa zw\u00f6lf Tagen) und werden dann von anderen H\u00fchnern beim Picken aufgenommen. Die Eier sind au\u00dferdem extrem widerstandsf\u00e4hig und k\u00f6nnen laut Fachquellen jahrelang im Freien \u00fcberleben. Das erkl\u00e4rt, warum ein einmal infiziertes Gehege immer wieder als Infektionsquelle dienen kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei leichtem Befall sind keine Symptome zu erwarten. Steigt die Wurmlast im Darm, zeigen sich Gewichtsverlust, Durchfall, blasse Eidotter und nachlassende Legeleistung. Im Extremfall kann es bei sehr starkem Befall zu Darmverschl\u00fcssen kommen. K\u00fcken unter drei Monaten sind besonders gef\u00e4hrdet, bei ihnen kann ein starker Befall t\u00f6dlich verlaufen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Haarw\u00fcrmer und Blinddarmw\u00fcrmer<\/h3>\n\n\n\n<p>Haarw\u00fcrmer (<em>Capillaria<\/em> spp.) sind, wie ihr Name andeutet, haarfein und durchsichtig. Sie leben im D\u00fcnndarm und sind deutlich schwerer zu erkennen als Spulw\u00fcrmer. Ihr Befall kann die Darmschleimhaut sch\u00e4digen, Blutarmut verursachen und das Tier erheblich schw\u00e4chen. Manche Capillaria-Arten ben\u00f6tigen Regenw\u00fcrmer als Zwischenwirt, was erkl\u00e4rt, warum der Befall bei H\u00fchnern auf nat\u00fcrlichem Boden h\u00e4ufiger vorkommt.<\/p>\n\n\n\n<p>Blinddarmw\u00fcrmer (<em>Heterakis gallinarum<\/em>) siedeln sich, wie der Name sagt, im Blinddarm an. Sie sind ein bis zwei Zentimeter lang und verursachen bei leichtem Befall kaum Symptome. Interessant, und das wird oft \u00fcbersehen: Heterakis gallinarum kann als \u00dcbertr\u00e4ger der Histomonas-Protozoen fungieren, die f\u00fcr die gef\u00e4hrliche Schwarzkopfkrankheit (Histomonose) verantwortlich sind. Das macht diesen Blinddarmwurm indirekter Weise gef\u00e4hrlicher als sein direktes Schadensbild vermuten l\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Luftr\u00f6hrenw\u00fcrmer: Selten, aber ernst<\/h3>\n\n\n\n<p>Der Luftr\u00f6hrenwurm <em>Syngamus trachea<\/em> ist bei H\u00fchnern gl\u00fccklicherweise selten, tritt aber vor allem bei Freilandhaltung auf. Die W\u00fcrmer nistet sich in der Luftr\u00f6hre ein und verursacht ein charakteristisches, g\u00e4hnendes Strecken des Halses sowie Atemprobleme. Stark befallene Tiere k\u00f6nnen ersticken. Als Zwischenwirt dienen Regenw\u00fcrmer, Schnecken oder andere Wirbellose, die H\u00fchner beim Freilaufen fressen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Bandw\u00fcrmer: Selten, aber m\u00f6glich<\/h3>\n\n\n\n<p>Bandw\u00fcrmer (<em>Cestoden<\/em>) kommen beim Huhn vor, sind aber weniger h\u00e4ufig als Spulw\u00fcrmer oder Haarw\u00fcrmer. Es gibt gro\u00dfe und kleine Arten, wobei laut Fachliteratur die kleineren Bandw\u00fcrmer f\u00fcr das Gefl\u00fcgel krankmachender sind als die gr\u00f6\u00dferen. Alle Bandwurmarten ben\u00f6tigen einen Zwischenwirt, meist Insekten, Schnecken oder Regenw\u00fcrmer. H\u00fchner infizieren sich beim Fressen dieser Tiere.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">W\u00fcrmer diagnostizieren: Die Kotprobe als wichtigstes Werkzeug<\/h2>\n\n\n\n<p>Viele H\u00fchnerhalter fragen sich, ob sie regelm\u00e4\u00dfig entwurmen sollen, so wie man es von Hunden und Katzen kennt. Die Antwort ist differenzierter, als man denkt.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine prophylaktische Entwurmung ohne vorherige Diagnose wird von Fachleuten und Tiermedizinern zunehmend kritisch gesehen. Warum? Weil der regelm\u00e4\u00dfige Einsatz von Anthelminthika (Entwurmungsmitteln) dazu beitragen kann, dass W\u00fcrmer Resistenzen gegen die Wirkstoffe entwickeln. Au\u00dferdem wirken die meisten Entwurmungsmittel nur auf erwachsene W\u00fcrmer, nicht auf Larvenstadien. Eine einmalige Wurmkur l\u00f6st das Problem also oft nicht nachhaltig.<\/p>\n\n\n\n<p>Sinnvoller ist es, regelm\u00e4\u00dfig Kotproben beim Tierarzt einzureichen. Dabei werden die Ausscheidungen auf Wurmeier untersucht, was Auskunft \u00fcber Art und St\u00e4rke des Befalls gibt. Erst dann wird gezielt behandelt und die Behandlung dem Entwicklungszyklus der W\u00fcrmer entsprechend wiederholt.<\/p>\n\n\n\n<p>Wechselausl\u00e4ufe sind eine weitere empfehlenswerte Ma\u00dfnahme: Halten Sie Ihre H\u00fchner abwechselnd in verschiedenen Gehegeteilen und lassen Sie die unbenutzten Bereiche einige Wochen ruhen. Die Wurmeier im Boden verlieren mit der Zeit ihre Infektionskraft, und das Risiko einer Reinfektion sinkt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Vorbeugung: Das ist die halbe Miete<\/h2>\n\n\n\n<p>Ob Milben oder W\u00fcrmer, die wirksamste Waffe ist und bleibt die Pr\u00e4vention. Klingt banal, aber es steckt viel dahinter.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stallhygiene:<\/strong> Regelm\u00e4\u00dfige Reinigung des Stalls, Erneuerung der Einstreu und gr\u00fcndliche Inspektion der Ritzen und Nischen sind unverzichtbar. Milben lieben dunkle, feuchte Verstecke. Wer ihnen diese nimmt, macht es ihnen schwer.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sandbad:<\/strong> Ein gutes, tief ausgehobenes Sandbad, vielleicht mit etwas Holzasche oder Kieselgurpulver gemischt, ist eine der nat\u00fcrlichsten und effektivsten Vorbeugema\u00dfnahmen gegen Ektoparasiten. H\u00fchner nutzen es instinktiv. Achten Sie darauf, dass es immer zug\u00e4nglich und trocken ist.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Neue Tiere in Quarant\u00e4ne:<\/strong> Kaufen oder tauschen Sie H\u00fchner? Dann bitte immer erst f\u00fcr mindestens zwei bis drei Wochen separieren. Neue Tiere k\u00f6nnen Parasiten einschleppen, bevor man es merkt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Regelm\u00e4\u00dfige Beobachtung:<\/strong> Nehmen Sie sich t\u00e4glich ein paar Minuten, um Ihre Tiere zu beobachten. Wie verhalten sie sich? Kratzen sie sich ungew\u00f6hnlich oft? Ist das Gefieder glatt und gepflegt? Sind Kamm und Lappen gut durchblutet und rot? Diese kleinen t\u00e4glichen Checks sind oft das Fr\u00fchwarnsystem, das einen gro\u00dfen Befall verhindert.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wildvogel-Kontakt minimieren:<\/strong> Wildv\u00f6gel sind nat\u00fcrliche Wirte der Roten Vogelmilbe. Offene Nistm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Spatzen, Amseln oder Tauben direkt im oder am H\u00fchnerstall sind deshalb problematisch. Sichern Sie Ein- und \u00d6ffnungen soweit m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ein Blick auf das Thema Zoonosen: Was bedeutet das f\u00fcr uns Menschen?<\/h2>\n\n\n\n<p>Ein Thema, das in der Praxis oft zu kurz kommt: K\u00f6nnen H\u00fchnerparasiten auf Menschen \u00fcbergehen? F\u00fcr die meisten Parasiten lautet die Antwort: Nein, oder zumindest nicht dauerhaft. Der Spulwurm <em>Ascaridia galli<\/em> beispielsweise ist artspezifisch und \u00fcbertr\u00e4gt sich laut Veterin\u00e4ren nicht auf Menschen oder andere Haustiere.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Rote Vogelmilbe ist hier eine Ausnahme. Sie kann Menschen vor\u00fcbergehend befallen und dort Juckreiz und Hautreizungen, bekannt als Vogelhalterkr\u00e4tze, verursachen. Sie kann sich auf dem Menschen nicht dauerhaft ansiedeln und vermehren, aber die Beschwerden sind real und unangenehm. Personen, die regelm\u00e4\u00dfig mit befallenem Gefl\u00fcgel oder befallenen St\u00e4llen in Kontakt kommen, sollten Schutzkleidung tragen und auf Hygiene achten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fazit: Dranbleiben lohnt sich<\/h2>\n\n\n\n<p>Parasiten geh\u00f6ren zur H\u00fchnerhaltung, das ist nun einmal so. Aber wer seinen Tieren regelm\u00e4\u00dfig Aufmerksamkeit schenkt, den Stall sauber h\u00e4lt und bei Bedarf gezielt und informiert handelt, hat die Lage im Griff. Die meisten Parasitenbef\u00e4lle, ob Milben oder W\u00fcrmer, sind behandelbar. Entscheidend ist, dass man fr\u00fch reagiert und nicht wartet, bis die H\u00fchner offensichtlich krank sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Holen Sie sich bei Unsicherheiten Rat vom Tierarzt oder einem erfahrenen Gefl\u00fcgelhalter. Eine Kotprobe kostet wenig und sagt viel. Und ein Stall, der zweimal im Jahr gr\u00fcndlich gereinigt, abgedichtet und mit Kieselgur behandelt wird, ist f\u00fcr Milben kein attraktiver Wohnort mehr.<\/p>\n\n\n\n<p>Gesunde H\u00fchner sind entspannte H\u00fchner. Und entspannte H\u00fchner legen gut. So einfach ist das.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine tier\u00e4rztliche Beratung. Bei konkretem Verdacht auf Parasitenbefall oder bei erkrankten Tieren wenden Sie sich bitte an einen Tierarzt oder eine tier\u00e4rztliche Praxis mit Gefl\u00fcgelschwerpunkt.<\/em><\/p><div id=\"gruen-3688900203\" class=\"gruen-test gruen-entity-placement\"><div class=\"gruen-adlabel\">Werbung<\/div><div class=\"InPageAdContainer\">\r\n\r\n<!--\t<span class=\"InPageAdHeaderTextWERBUNG\">WERBUNG<\/span>-->\r\n\r\n\t<div style=\"display: flex; flex-direction: column; align-items: center; gap: 10px;\">\r\n\t\t<div style=\"display: inline-block; padding-top:5px;\">\r\n\t\t\t <div id=\"gruen-2965604119\"><div class=\"gruen-adlabel\">Werbung<\/div><div id=\"gruen-2418896091\">        <a href=\"https:\/\/t.adcell.com\/p\/click?encodingId=afe5c597b9b85393685b392bc7a2197f\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow sponsored noopener\">\r\n            <img src=\"https:\/\/www.gruenlandstaudenhof.de\/cms2\/wp-content\/uploads\/my-ads-cache\/de6ba0ec8bf267781909aebc02869847.gif\"\r\n                 alt=\"isolier-fuchs.de\"\r\n                 style=\"max-width:100%;height:auto;\"\r\n                width=\"728\"                height=\"90\"                 loading=\"lazy\">\r\n        <\/a>\r\n        <\/div><\/div>\r\n\t\t<\/div>\r\n\t\r\n\t\t<div style=\"display: inline-block; 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