12 Tipps rund ums Rasenmähen

Bild einer Rasenanlage vor dem kurfürstlichen Schloss Koblenz

Bild der Rasenanlage vor dem kurfürstlichen Schloss Koblenz

Das regelmäßige Rasenmähen ist die wichtigste Pflegemaßnahme für einen guten Rasen.

Die nachfolgenden Tipps helfen euch, die häufigsten Fehler zu vermeiden und euren Rasen gut gedeihen zu lassen.

1. Wahl des Rasenmähers

Die Wahl des Rasenmähers ist nicht zu unterschätzen. Vom Hand-Spindelmäher über den Elektromäher oder Benzinmäher bis zum kleinen Mähtraktor ist alles möglich. Mähroboter finden auch immer häufiger Anwendung.

Wichtig für die Wahl des Rasenmähers ist eine hohe Drehzahl und ein scharfes Schneidmesser.

Der in Deutschland am häufigsten eingesetzte Rasenmäher ist der sogenannte Sichelmäher. Die Sichel rotiert unter dem Rasenmäher und schneidet das Gras waagerecht ab. Damit der Schnitt sauber wird, müssen die Sicheln sehr scharf sein.

In der Winterpause sollte die Sichel in einer Fachwerkstatt nachgeschliffen werden.

Fachtipp: Um die Schärfe der Messer zu kontrollieren, betrachten Sie die Schnittflächen der Grashalme ganz genau. Wenn Sie stark ausfransen, dann ist das Messer stumpf.

Eine hohe Drehzahl ist sehr wichtig. Je höher die Drehzahl desto sauberer erfolgt der Abschnitt.

Im Mutterland der Rasenkultur – England – wird im übrigen der Spindelmäher bevorzugt.

Tipp: Je größer die Schnittbreite, desto schneller ist man bei großen Rasenflächen mit dem Mähen fertig und Sie erzielen ein einheitliches Schnittbild. Der Rasenmäher sollte immer eine Radbreite in die geschnittene Mährspur hineinragen, dadurch entsteht eine übergangslose und streifen freie Fläche.

2. Wie oft sollte man Mähen?

Unabdingbar ist das regelmäßige Mähen des Rasen, damit er sich gut entwickelt. Durch den Schnitt werden die Gräser an der Basis sich verzweigen und die Rasenfläche bleibt schön dicht.

Empfohlen wird eine Schnitt alle 7 Tage. Im Mai und im Juni, wenn die Gräser besonders schnell wachsen, muss unter Umständen die Mähfrequenz erhöht werden.

Auch das verwendete Rasen-Staatgut hat eine Auswirkung auf die Mähfrequenz. Billigere Mischungen wie der „Berliner Tiergarten“ wächst wesentlich schneller als Saatmischungen mit qualitativ höherwertigeren Saaten. Beim Berliner Tiergarten liegt das Wachstum bei durchschnittlich 3,6cm pro Woche.

Ausgewogene, ältere Rasenflächen aus Qualitätssaatgut wachsen im Jahresmittel durchschnittlich 2,5cm pro Woche.

3. Betreten Verboten!

Wenn Sie den Rasen mähen, dann bewegen Sie sich ausschließlich auf der gemähten Fläche. Die ungemähte Fläche sollte nicht betreten werden, da Sie die Halme des Grases platt treten und sich diese nur sehr langsam wieder aufrichten. Dies sorgt zum für einen unausgeglichenen Schnitt, zum anderen für eine nicht einheitliche Höhe des Rasenschnitts.

4. Optimale Schnitthöhe

Die Wahl der optimalen Schnitthöhe ist abhängig von der Nutzung des Rasens. Der übliche Gebrauchsrasen sollte bei 4 cm liegen. Je nach Geschmack kann der Rasen auch einige Millimeter kürzer oder länger ausfallen. Dies sollte keine negativen Folgen für den Rasen haben. Bei einer zu starken Abweichung jedoch, kann dies den Rasen möglicherweise schaden.

Tipp: Bei einigen Rasenmähern wird nicht die Zentimeterzahl eingestellt sondern eine Stufe. Um zu Testen welche Stufe welche Schnitthöhe entspricht, sollten Sie ein kleines Stück zur Probe mähen und nachher mit einem Metermaß die Höhe nachmessen.

5. Ein Drittel bitte

Die Ein-Drittel-Regel ist bei der Rasenpflege sehr wichtig und sollte für eine gute Kultivierung beachtet werden. Die Ein-Drittel-Regel besagt, dass man nie mehr als ein Drittel des Grashalmes abmähen sollte. Wenn Sie 4 Zentimeter Schnitthöhe in Ihrem Rasenmäher eingestellt haben, sollten Sie erst wieder schneiden, wenn die Rasenhöhe 6 Zentimeter erreicht hat.

Wichtig:

Schneiden Sie bei Ihrem Rasen nie zu viel auf einmal ab! Wenn Sie beim Rasenmähen den Vegetationspunkt etwa auf der halben Höhe des Grashalms abschneiden, dauert es sehr lange, bis sich der Halm wieder erholt und neu austreiben kann.

Wenn Sie zu viel abscheiden, wird der Rasen lückenhaft und verbrennt bei Trockenheit leichter und schneller.

6. Rasen im Sommer

Während Hitzewellen und Trockenperioden ist es wichtig den Rasen nicht zu stark zu schneiden. Längere Grashalme können den Boden besser beschatten und lassen den Boden nicht so schnell austrocknen.

7. Rasen im Herbst

Der Herbst leitet die dunkle Jahreszeit ein. Hier ist es wichtig, denn Rasen etwas länger zu lassen, damit er in mehr Licht aufnehmen kann.

8. Rasen im Schatten

Bei einem Rasen, der sich in einem schattigen Gebiet befindet, sollten Sie die Halme länger lassen, damit der Rasen genug Licht aufnehmen kann.

9. Rasen und Urlaub

Nach dem Sommerurlaub kann der Rasen schon mal gewaltig gewachsen sein. Je nach Witterung mähen Sie ihn nicht zu voreilig!

Wenn Sie den Rasen mehrere Wochen nicht gemäht haben, müssen Sie den Rasen langsam in mehreren Schritten unter Beachtung der „Ein-Drittel-Regelung“ in die ursprüngliche Schnitthöhe bringen.

Es ist wirklich wichtig, dass dies langsam erfolgt, damit sich der Rasen wieder an die ursprüngliche Höhe gewöhnen kann. Dadurch verlagert sich der Vegetationspunkt der Grashalme, die neu aus dem Boden austreiben, langsam wieder nach unten.

10. Nicht bei Nässe mähen

Bei Regen oder Nässe sollte der Rasen nicht gemäht werden. In feuchtem Zustand können die Grashalme nicht sauber abgeschnitten werden. Der Rasenmäher erzeugt ein uneinheitliches Schnittbild.

Zudem wird der Rasenmäher und die Klingen stärker beansprucht. Das Schnittgut verklumpt, blockiert die Schneidwerkzeuge und kommt nicht in den Fangkorb.

Schwere Rasenmäher können sogar einsinken und den Wurzeln des Rasens stark beschädigen.

11. Auf die „englische Rasenkante“ acht geben

Ein sorgfältig abgestochener Rand wird als „englische Rasenkante“ bezeichnet. Wenn Sie eine solche Rasenkante besitzen, dann müssen Sie äußerst sorgfältig vorgehen und aufpassen, dass der Rasenmäher nicht in angrenzende Flächen (z.B. Ihr Blumenbeet) abrutscht.

Fall doch kann der Rasenmäher nicht nur in Ihrem Blumenbeet eine Zerstörung anrichten sondern auch mit seinem Messer Teile der Grasnarbe abschneiden.

Tipp: Lassen Sie am Rand einen schmalen Streifen stehen und schneiden Sie diesen mit der Rasenkantenschere sauber ab.

12. Böschungen & Gefälle

Böschungen sollten Sie immer quer zum Hang mähen. Dadurch entstehen keine Verletzungen an der Grasnarbe durch Bodenunebenheiten und die Grashalme werden gleichmäßig abgeschnitten.

Achten Sie bei solchen Arbeiten immer an Ihre persönliche Sicherheit!

Der Rasenmäher sollte sich immer mit Ihnen auf gleicher Höhe befinden, wenn Sie an einem Hang mähen, damit Sie im Falle eines Sturzes nicht vom Rasenmäher überrollt werden.

5 Kommentare zu “12 Tipps rund ums Rasenmähen

  1. Frank

    Sehr schöner Artikel. Ich selbst bin passionierter Gärtner und lege hohen Wert auf meinen Rasen. Ich kannte bereits einige Tipps, andere sind allerdings wieder neu. Vielen Dank für den guten Artikel!

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