Ratgeber: Blumenzwiebeln

Es gibt eine unzählige Auswahl an Blumenzwiebeln, die mit der kommenden Blütenpracht ihren Garten verschönenern. Ob Frühjahrsblüher oder Sommerblüher, für jeden ist etwas dabei.

Frühjahrsblüher

Herbst-Blumenzwiebeln werden im Herbst, damit sie im Frühjahr ihre Blütenpracht entfalten. Der ideale Pflanzzeitpunkt ist meist September und Oktober in den die Herbst-Blumenzwiebeln gepflanzt werden. In dieser Zeit ist der Boden noch warm genug und bis zu den strengeren Nachfrösten ist noch genügend Zeit.

Frühjahrsblüher blühen im Frühjahr und werden im Herbst gepflanzt.

Typische Frühjahrsblüher sind zum Beispiel: Narzissen, Tulpen, Hyazinthen, Krokusse etc. pp.

Aber auch Kaiserkronen oder Steppenkerzen etc. pp., können im Herbst bereits in die Erde gepflanzt werden.

Standortbedingungen und Bodenverhältnisse

Blumenzwiebeln können Sie im Gartenbeet als auch in Töpfen oder Schalen pflanzen, damit sie dort gedeihen. Besondere oder spezielle Anforderungen an die Bodenverhältnisse haben die meisten Zwiebeln der Frühjahrblüher nicht. Ihnen ein guter Gartenboden. Der Boden sollte ausreichend gelockert und gut druchgearbeitet sein.

Was den meisten Zwiebelblühern zu schaffen macht sind extrem schwere oder trockene Böden, auch Böden die zu Staunässe tangieren, sind den Zwiebelblühern nicht zuträglich.

Die Zwiebeln benötigen mehrwöchtige Wintertemperaturen, um selbst Knospen bilden zu können, damit im Frühjahr das Blütenmeer in ihrem Garten erscheinen kann.

Lagerung

Nicht immer hat man die direkt bei Kauf oder Anlieferung Zeit, die Zwiebeln einzupflanzen, der Garten ist noch nicht gemacht oder es wurde noch nicht der richtige Platz ausgesucht. Die meisten Sorten und Arten an Blumenzwiebeln lassen sich lagern. Das geht relativ problemlos, wenn der Ort trocken, luftig und kühl genug ist. Die Lagerung der Frühjahrsblüher kann ungefähr bis November erfolgen, dann müssen die Zwiebeln aber schleunigst in den Boden, noch bevor der Winter und die Bodenfröste kommen.

Pflanzung

Die Pflanzung von Blumenzwiebeln ist recht simpel. Sie können die Zwiebeln „einfach so“ in die Erde setzen. Achten Sie aber bitte auf die Hinweise auf der Verpackung.

Kleinere Zwiebeln können Sie zusammen in eine Pflanzschale geben, das ist besonders hilfreich um den Wühlmausfraß zu umgehen, der ihren Zwiebeln schaden bzw. vernichten kann. Auch bei Rasensetzungen, das bedeutet Sie möchten Zwiebeln in ihren Rasen setzen um Akzente zu setzen, eigenen sich Pflanzschalen ideal.

Für die Pflanztiefe hat sich eine Faustregel etabliert. Das Loch, dass Sie graben, sollte zwei bis dreimal so tief sein, wie die Blumenzwiebel oder Pflanzknolle dick ist.

Die Blumenzwiebeln werden grundsätzlich mit der Spitze nach oben, in das von Ihnen gegrabene Pflanzloch gesetzt und anschließend mit Erde bedeckt.

Für das setzen von Blumenzwiebeln in Kübel, Balkonkästen, Schalen oder Töpfen gilt die Faustregel: Je größer die Zwiebel und je größer die zukünftige Pflanze, desto größer muss der Topf konzeptioniert werden. Verwenden Sie eine gute nähstoffreiche Erde in Verbindung mit einer Schicht an Blähton. (Schauen Sie sich bezüglich über Blähton gerne unsere Ratgeberreihe an.) Damit gewährleisten Sie eine gute Drainage (Wasserabzug) bei ihren Blumenzwiebeln und beugen Staunässe in den Gefäßen vor. Blumenzwiebeln in Gefäßen überwintern an einem kühlen Ort. Der Ort sollte eine Temperatur von unter 10°C aufweisen und geschützt sein. Im Frühjahr, wenn es wärmer wird und sich die ersten Blätter zeigen, werden die Gefäße mit den Blumenzwiebeln wieder nach draußen gestellt.

Pflege

Blumenzwiebeln sind recht pflegeleicht. Achten Sie darauf, wenn Sie die Zwiebeln aus dem Beet herausnehmen und nicht drinnen lassen darauf, dass dies möglichst sorgfältig erfolgt.

Wie bei allen Pflanzen sollten Sie das gießen nicht vernachlässigen, dabei aber auf die Staunässe achten.

Düngung

Dünger brauchen die wenigsten Blumenzwiebeln. Es gibt einige, bei denen Dünger den Austrieb unterstützt. In den verdickten Speicherorganen der Zwiebeln werden alle nötigen Nährstoffe bis zur Bildung der Blüten zwischengelagert. Erst nach der Blüte sollte mit speziellen Blumenzwiebel-Dünger nachgedüngt werden um einen guten Knospenansatz und damit ein Blütenmeer für das Folgejahr zu gewährleisten.

Winterschutz

Eine Großzahl der Herbst-Blumenzwiebeln, die im Frühjahr blühen, wie beispielsweise Tulpen, Schneeglöckchen, Narzissen, Winterlinge und Co. Die vorgenannten Pflanzenarten sind äußerst winterhart und blühen jedes Jahr aufs Neue. Steppenkerzen oder Zierlauch sind weniger Robust und benötigen einen ausreichenden Winterschutz. Dazu eignet sich eine Auflage aus Laub, Reisig, grobe Rinde oder Kompost. Wichtig ist, wenn Sie eine Auflage verwenden, diese wieder rechtzeitig im Frühjahr wieder zu entfernen, bevor der Austrieb stattfindet.

Tabelle: Frühlingsblüher – Pflanzung erfolgt im Herbst

BezeichnungPflanztiefe ca.Pflanzabstand ca.
Alpenveilchen5 cm5 cm
Blausternchen10 cm5 cm
Hyazinthe10–15 cm10–15 cm
Kaiserkrone20 cm30 cm
Krokus5–10 cm5–10 cm
Narzisse15–20 cm5 cm
Schneeglöckchen5 cm5 cm
Steppenkerze10 cm50 cm
Traubenhyazinthe10 cm5–10 cm
Tulpe10–15 cm10–15 cm
Winterling3–5 cm5 cm
Zierlauch5–20 cm10–30 cm

FAQ

Wir erhalten öfters die Frage: „Ich dachte, dass alle Tulpen winterhart seien und jedes Jahr neu blühen, warum meine nicht?“

Diese „Regel“ gilt nur für die niedrigen wachsenden botansichen Tulpen oder für Wildtulpen. Diese beiden Arten können in der Regel jahrelang im Boden verbleiben und blühen Jahr für Jahr neu. Bei den hoch wachsenden Sorten läuft das ganze etwas anders. Dort bilden sich sogenannte „Brutzwiebeln“, die erst nach einigen Jahren blühfähig sind. Es wird daher empfohlen, hoch wachsende Sorten, jedes Jahr in der Herbstzeit neu zu pflanzen.

Sommerblüher

Zu den Sommerblühern zählen unter anderen die bekannten Dahlien, Gladiolen oder Begonien. Im Gegensatz zu den Frühjahrsblühern, die im Herbst gepflanzt werden, werden Sommerblüher im Frühjahr gepflanzt. Durch die Pflanzung im Frühjahr bieten die Sommerblüher ihnen – namensgebunden – im Sommer einen wunderschönen und prächtigen Blütenflor

Auch Sommerblüher können Sie ins Beet, in Töpfe, Kästen, Schalen oder ähnlichen Gefäßen pflanzen. Der Flor eigenen sich auch hervorragend für schöne Blumensträuße.

Durch den geschickten Einsatz und Pflanzung von Frühjahrsblühern und Sommerblüher, haben Sie bis in den Herbst hinein einen schönen Blütenflor in Ihrem Garten.

Standortbedingungen und Bodenverhältnisse

Sommerblüher bzw. Frühjahrs-Blumenzwiebeln haben ähnliche Ansprüche wie ihre Verwendeten die Frühjahrsblüher. In Sachen Standort und Bodenverhältnisse gibt es keine weitreichenden Unterscheide. Jeder gute Gartenboden mit einer lockeren Struktur ist ausreichend. Ähnliches gilt für die Feuchtigkeitsverhältnisse. Staunässe können Sommerblüher genausowenig ab wie Frühjahrsblüher.

Achten Sie darauf, dass der Boden im Topf oder Beet niemals komplett austrocknet. Besonders im Sommer bei Hitze ist das besonders kritisch.

Einige Sorten wie zum Beispiel Gladiolen oder Canna benötigen einen geschützen, warmen und vollsonnigen Standort. Für einen schattigen Standort eigenen sich beispielsweise Begonien, heimische Maiglöckchen oder die edle Waldlilie.

Lagerung

Die Lagerung von Sommerblühern gestaltet sich etwas komplexer als die der Frühjahrsblüher. Die meisten Zwiebeln, Knollen und Rhizome der Sommerblüher für die Frühjahrspflanzugn stammen aus tropischen Gebieten wie beispielsweise Südafrika oder Südamerika. Diese Sorten vertragen keinen Frost.

Diese Sorten müssen daher bis zu Pflanzung im Mai, wenn die Bodenfröste vorbei sind, kühl und luftig, aber frostsicher gelagert werden.

Pflanzung

Die Pflanzung erfolgt, wenn die Bodenfröste nicht mehr zu erwarten sind. Das ist um den Mai herum.

Begonien, Dahlien, Dahlien, Calla, Canna und viele weitere Sorten sind entsprechend empfindlich und können für eine frühe Blüte in einem Zimmer vorgezogen werden. Andere Arten wie Maiglöckchen, Lilien, Ranunkeln und viele mehr sind wesentlich robuster und können jederzeit bei einem frostfreien Wetter gepflanzt werden.

Pflege

Wie bei allen Pflanzen sollten Sie das gießen nicht vernachlässigen, dabei aber auf die Staunässe achten. Die Austrocknung des Standortes, insbesondere im Sommer, sollten Sie in jedem Fall vermeiden.

Düngung

Gedüngt werden sollte ausschließlich mit einem ausgewogenen Dünger zur Unterstützung der Blüte und eines gesunden Wuchses.

Winterschutz

Robustere Arten wie beispielsweise Lilien, Ranunkeln oder die heimischen Maiglöckchen können im Herbst im Boden verbleiben. Diese Sorten sind recht robust. Geschützt werden Sie durch Laub, Reisig oder Kompost und überwintern darunter. Einige andere Sorten wie Zerg-Gladiolen, Cottage-Gladiolen oder Glamourglad-Gladiolen benötigen einen leichten Winterschutz, damit Sie an Ort und Stelle verbleiben können und einen „kleine“ Winterhärte bekommen.

Frostempfindliche Sommerblüher wie zum Beispiel Dahlien oder Knollen-Begonen müssen Sie im Herbst rechtzeitig ausgraben und einem frostfreien, kühlen und luftigen Ort im Haus oder im Keller lagern um Sie dort überwintern zu lassen.

Wichtig ist, dass Sie die Zwiebeln der Pflanzen im Herbst, vor dem ersten (strengen) Frost etwa handbreit zurückschneiden und vorsichtig die Knollen ausgraben. Erde, an den Zwiebeln, klopfen Sie vorsichtig ab. Beschädigen Sie die Struktur und das Fleisch der Zwiebel nicht.

Anschließend lagern Sie die Zwiebeln der Sommerblüher in einer Kiste auf einer Schicht von Torferde oder Blumenerde. Auch hier erfolgt die Lagerung in einem frostfreien, kühlen und luftigen Raum bis zum Frühjahr.

Tabelle: Sommerblüher – Pflanzung erfolgt im Frühjahr

BezeichnungPflanztiefe ca.Pflanzabstand ca.
Begonie2–3 cm25–40 cm
Calla7–10 cm10–15 cm
Canna8–10 cm40–70 cm
Dahlie8–10 cm50–100 cm
Freesie3–5 cm8–10 cm
Gladiole8–10 cm15–20 cm
Inkalilie15–20 cm15–20 cm
Lilie10–20 cm25–30 cm
Montbretie7–10 cm10–20 cm
Ranunkel4–6 cm20–25 cm
Schmucklilie3–5 cm20–30 cm
Tropenlilie5–6 cm30–40 cm

FAQ

Oft wird gefragt: „Kann ich den Flor der Sommerblüher für einen Blumenstrauß nutzen?“

Viele Sommerblüher eignen sich hervorragend als Schnittblumen für einen Blumenstrauß. Klassiker wie Gladiolen, Lilien oder Dahlien machen ein phantastisches Blumenarrangement.

Auch Gestecke oder ähnlichen können Sie damit kredenzen.

Größere Einzelblüher wie Dahlien oder Lilien sollten dafür voll aufgeblüht sein. Gladiolen schneiden Sie am besten, wenn sich die erste Farbe an den unseren Blüten zeigt.

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