Richtige Anwendung von Blähton & Tongranulat – Teil 3

Blähton und Pflanzengranulat bieten noch weitere Einsatzmöglichkeiten bei Ihnen zuhause. Insbesondere Blähton ist äußerst vielseitig einsetzbar. Auch Pflanzengranulat außerhalb des pflanzenlichen äußerst nützlich.

Drainage mit Blähton

Blähton eignet sich hervorragend zur Drainage. Besonders gut eignet sich Blähton, wenn Sie ihn als Drainageschicht in Pflanzgefäße oder Blumenkästen z.B. auf dem Balkon füllen. Dazu müssen Sie lediglich bevor Sie mit der Pflanzung beginnen mehrlagige Schichten an Blähton in den Kosten oder das Pflanzgefäß geben. Anschließend füllen Sie Erde nach und setzen die Pflanze ein. Einige Schichten an Blähton schützt die Wurzeln der Pflanzen vor Staunässe und fördert den Abluss von überflüssigen Wasser. Staunässe ist ein wahrer Todfeind vieler Pflanzen. Nur die wenigsten Pflanzen mögen tatsächlich Staunässe.

Dadurch, dass Sie Staunässe vorbeugen, sorgen Sie dafür, dass die Wurzeln nicht von Fäulnis oder anderen Wurzelerkrankungen heimgesucht werden. Im Gegensatz zu organischen Drainagemitteln ist Blähton strukturstabil und löst sich nicht auf. Auch verklumpt oder sackt Blähton nicht zusammen. Dadurch ist die Wirkung von Blähton als Drainagematerial äußerst effektiv und hält über eine sehr lange Zeit. Beim Umtopfen reicht es, wenn der Blähton aufgefangen und gereinigt wird.

Profitipp: Wenn Sie über die Drainageschicht eine Tuch legen und erst darauf die Blumenerde draufgeben, verhindern Sie, dass sich Erde und Blähton vermischen. Ein Vorteil daran, Sie verbessern so auch die Drainage.

Blähton Einsatzmöglichkeiten & Verwendungszwecke zur Schädlingsabwehr

Blähton eignet sich auch um gegen Schädlinge wie Spinnmilben, Thripse oder Trauermücken vorzugehen.

Sie können Blähton einsetzen um die regional / lokale Luftfeuchtigkeit bei Ihren Topfpflanzen zu erhöhen. Die erhöhte Luftfeuchtigkeit ist Hilfreich gegen Schädlinge, die die trockene Luft in den Wohnräumen, Wintergarten oder Gewächshaus lieben.

Um die Luftfeuchtigkeit in Ihren Räumlichkeiten zu erhöhen gehen Sie wie folgt vor. Geben Sie etwas Blähton in einen Übertopf, Untersteller, Schüssel etc und geben Sie so viel Wasser hinein, dass der Blähton noch nicht komplett mit Wasser bedeckt ist.

Wenn Sie nun eine Pflanzen in einem Kulturtopf o.ä. stellen, werden die Wurzeln nicht in direkten Kontakt mit dem Wasser kommen. Das verhindert die gefährliche Wurzelfäule. Der Nebeneffekt, aufgrund der großen Oberfläche des Blähtons, verdunstet das Wasser und sorgt lokal um die Pflanze herum für eine erhöhte Luftfeuchtigkeit, welche die Schädlinge nicht mögen. Zudem hilft die höhere Luftfeuchtigkeit mit, dass die Erde nicht so schnell austrocknet.

Um sich vor Trauermücken zu schützen benötigen Sie feineren Blähton um zwei bis vier Millimeter. Damit bedecken Sie die Oberfläche der Erdballens mit einer etwas zwei Zentimeter dicken Schicht aus Tonkügelchen. Trauermücken mögen trockene oder grobe Erdoberflächen gar nicht. Ein weiterer Vorteil, Sie können so Schimmel und unangenehme Gerüche von Pflanzenerden gut vorbeugen.

Verwendungsmöglichkeiten von Blähton im Garten

Blähton im Garten ist ein idealer Schutz um Unkräuter im Garten zu unterdrücken. Wenn Sie kleinere Bäumchen, Sträucher, Zierpflanzen in Pflanzgefäßen kultivieren, kann es schnell zu einem Unkrautwuchs kommen. Um dies vorzubeugen geben Sie eine etwa drei Zentimeter dicke Schicht Blähton auf die Erdoberfläche.

Wenn Sie einen lehmigen, schweren Boden im Freiland oder im Beet haben, können Sie mit Blähton den Boden sehr gut auflockern. Vor der Neubepflanzung heben Sie das Pflanzloch etwas Größer aus als üblich. Anschließend füllen Sie geben Sie Blähton in das Loch, darüber die Erde bzw. Substrat, dann pflanzen Sie wie üblich.

Sie können auch Erde mit Blähton mischen und dieses Gemisch in als Schicht auf den Boden geben, bevor Sie mit der normalen Pflanzung beginnen.

Durch die Zugabe von Blähton sei es direkt oder als Mischung lockern Sie die Bodenstruktur gut auf. Ein nützlicher Nebeneffekt kann eine gute Wasserdurchlässigkeit des Bodens sein.

Tonmehl und Pflanzgranulate – Ersatz für Pflanzerden und Pflanzsubstrate

Tonmehl als auch Pflanzgranulate wie Seramis, Bila-Ton oder Lechuza-Pon speichern sehr gut Feuchtigkeit und Nährstoffe.

Aus diesem Grund eignen Sie sich hervorragend als Zuschlagsstoff d.h. als Hilfstoff für Pflanzerden und Pflanzsubstrate. Damit sorgen Sie für eine höhere Speicherfähigkeit des ursprünglichen Substrates / Erde für Nährstoffe und Wasser. Die Erde bleibt länger Feucht, was vielen Pflanzen zu gute kommt.

Einige Pflanzen, wie die Myrte (Myrtus communis), der Schwertfarn (Nephrolepis) , der Nestfarn (Asplenium nidus) oder der Chinesische Hibiskus (Hibiscus rosa sinensis) aber auch exotische oder tropische Zummerpflanzen benötigen immerfeuchte Erde. Solche Pflanzen profitieren enorm davon, wenn Sie die Pflanzenerde mit etwas Pflanzgranular oder Tonmehl vermischen.

Seramis® (Werbelink Amazon | Werbelink eBay)

Lechuza Pon® (Werbelink Amazon | Werbelink eBay)

BiLa-Ton® (Werbelink Amazon | Werbelink eBay)

Unseren weiteren Teile zur Reihe Richtige Anwendung von Blähton & Tongranulat:

Hier geht es zu: Richtige Anwendung von Blähton & Tongranulat – Teil 1

Hier geht es zu: Richtige Anwendung von Blähton & Tongranulat – Teil 2

Ein Kommentar zu “Richtige Anwendung von Blähton & Tongranulat – Teil 3

  1. Pingback: Richtige Anwendung von Blähton & Tongranulat - Teil 2 - Grünlandstaudenhof

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.