FAQ Logistik: Der Fahrer hat nicht geklingelt!

Auch das hört man sehr häufig. Und sicherlich gibt es viele schwarze Schafe, allerdings, ist oftmals auch der Empfänger nicht ganz unbeteiligt.

Die Fahrer werden per GPS im Scanner verfolgt. Die Paketdienste wissen heute sehr genau ob der Fahrer nur irgendwo im Auto vor der Türe stand oder ob er sich bewegt hat z.B. nach hinten in den Wagen und dann bis zum Hauseingang. Ob er dann geklingelt hat und das Paket dabei hatte schwierig. Allerdings gibt’s es mittlerweile viele Fahrer, die das Paket beim herausnehmen aus dem Wagen nochmals scannen bevor Sie damit zur Türe gehen.

Aus unserer Praxis wissen wir, dass wir sehr oft klingeln und niemand die Türe aufmacht. Oftmals rufen unsere Fahrer und dann kommt doch jemand.

Die häufigsten Gründe, warum man die Türe nach dem Klingel nicht aufgemacht hat sind unter anderem folgende:

  • Habe die Klingel ausgeschaltet.
  • War hinten im Garten und habe die Klingel nicht gehört.
  • War oben beziehungsweise im Keller und habe die Klingel nicht gehört.
  • Ich hatte Fernseh geguckt und dabei die Klingel nicht gehört.
  • Ich war am Computer beziehungsweise hatte Kopfhörer auf und die Klingel nicht gehört
  • Ich war da nicht zuhause, ich war arbeiten beziehungsweise beim Nachbar, mein Kind wegbringen.
  • Und das häufigste: Ich war in dem Moment auf Toilette.
  • Und so weiter.

Unsere Erfahrung zeigt, dass sind leider keine Einzelfälle sondern kommen sehr häufig vor.

Für die Zustellung sei es für einen Paketdienst als auch für andere Frachtführer ist das ein unüberwindbares Hindernis. Niemand weiß wo sich der Empfänger aufhält und in welchem Zustand er sich gerade befindet. Die Frachtführer und Paketzusteller müssen sich also darauf verlassen, dass derjenige, der etwas bestellt und ein Paket erwartet auch eine Zustellfähigkeit der Empfängeranschrift ermöglicht.

Viele Paketdienste und Frachtführer haben vorgesorgt und bieten eine Sendeverfolgung an. Teilweise auch bereits live, so dass der Empfänger den Standort des Fahrzeugs sehen kann. Dabei wird auch ein Zustellzeitraum angegeben, an dem sich der Empfänger orientieren kann.

Natürlich klappt auch das nicht immer, manchmal fällt der Zeitraum ungünstig, z.B. in die Arbeitszeit. Aber auch hier haben Paketdienste und Frachtführer alternativen geschaffen. Speditionen arbeiten mit der klassischen Avisierung, das heißt verbindliche Terminabsprache per Telefon, Mail, etc. Im Massengeschäft der Paketdienste geht das nicht. Diese bieten die Zustellung zu einem Nachbarn, einen Ablageort oder eine Filiale an. Teilweise kann man die Zustellung der Sendung auch auf einen späteren Zeitpunkt verschieben.

Allerdings sollte man sich bei der Nutzung darüber im klaren sein, was im Paket ist. Gerade verderbliche Waren sind für eine Lagerung im Depot, Filiale oder einen Ablageort nicht geeignet. Ein unbedarfter Ablageort kann im übrigen auch Langfinger anziehen.

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