Ratgeber: Rosen

Rosen, die Königinnen unter den Pflanzen, vielfältig und grazile Schönheit. Es gibt sie in kletternd, kriechend, duften, gefüllt, halbgefüllt, ungefüllt. Doch die Rose gilt auch als Diva in der Pflanzenwelt. Damit die Rose uns eine wunderschöne und duftende Blütenpracht schenkt sind einige Regeln einzuhalten. Andernfalls zeigt die Rose ihre „Dornen“. Die Rose gilt heutzutage nicht nur als Gartenschönheit, auch die Naturheilkunde und die moderne Pharmazie haben die Inhaltsstoffe der Rosen ins Herz geschlossen. Bestimmte Inhaltsstoffe wirken antiseptisch, wundheilend und entkrampfend. Auch psychologisch wirkt die Rose durch ihren – wortwörtlich – bezaubernden Duft, der die Sinne entspannt und so gegen Stress und Unruhe wirkt.

Bereits in der Antike war man sich dieser wunderbaren Eigenschaften bewusst, leider ging ein Teil dieses Wissens verloren und wird nun langsam wieder entdeckt.

Standort

Rosen sind in der Standortwahl sehr kritisch. Nicht jeder Standort passt einer Rose. In diesem Sinne gilt die Rose als Diva unter den Pflanzen. Rosen benötigen einen sonnigen und luftigen Standort. Dies ist für das gedeihen sehr wichtig und wirkt zudem prophylaktisch um einen Pilzbefall vorzubeugen.

Auch beim Wässern ist die Rose äußerst „undankbar“. Das direkte Wässern über dem Blattwerk mag die Rose gar nicht. Am besten hat die Rose ein gutes „abgestandenes“ Wasser, dass morgens in der Frühe über ihre Wurzeln bzw. über die Erde gegossen wird. Einige Rosen sind sogar so empfindlich, dass sie lauwarmes Wasser bevorzugen.

Was die Rose, wie viele Pflanzen ebenfalls, nicht mag, ist Staunässe. Aus diesem Grund ist ein wasserdurchlässiges Substrat vorzuziehen. Eine Kombination aus lehmigen, sandigen und humosen Boden ist zu empfehlen. Ergänzt mit einer guten Tiefgründigkeit, damit sich die Wurzeln perfekt ausbreiten können.

Pflanzzeit

Rosen werden am besten im Herbst gepflanzt, aber auch eine Pflanzung im Frühjahr ist möglich. Viele Gärtner ziehen den Herbst vor, da Rosen die im Herbst gepflanzt werden einen Wachstumsvorsprung haben, da sie Zeit zum Anwurzeln hatten. Natürlich hat der Herbst auch noch andere Gründe, die weniger mit dem gärtnerischen, viel mehr mit dem kaufmännischen zu tun haben. Im Herbst sind viele Rosensorten verfügbar, zudem gibt es „frische“ wurzelnackte Pflanzen direkt vom Feld.

Pflanzung

Bei der Pflanzung muss darauf geachtet werden welche Art Rosen man erworben hat.

Wurzelnackte Rosen aus dem Freiland müssen vor der Pflanzung mindestens drei Stunden gewässert werden, z.B. in einem Wasserbad, damit sich die Wurzeln gut vollsaugen können.

Bei Rosen aus dem Freiland achten Sie darauf, dass Sie die Wurzeln etwa 20 Zentimeter einkürzen.

Container Rosen werden in ein Wasserbad getaucht bis keine Luftblasen mehr aus auftauchten.

Rosen sind Pflanzen, die sehr tiefe Wurzeln ausbilden, achten Sie beim Aushub des Pflanzloches darauf, dass das Loch ausreichend tief ist und der Boden gut für die Rosen vorbereitet wurden. Lockerer Boden ist essentiell wichtig. Bodenverdichtungen sollten Sie auf jeden Fall vermeiden.

Die meisten Rosen sind veredelte Rosen, die eine Veredlungsstelle besitzen. Die Veredlungsstelle sollte etwa fünf Zentimeter unter der Erdoberfläche befinden.

Idealerweise vermengen Sie den Erdaushub mit Pflanzenerde im Verhältnis 1 zu 1. Stellen Sie die Rosen in das Pflanzloch und füllen Sie das gemischte Substrat in das Pflanzloch. Drücken Sie die Erde nur leicht an.

Besonders wichtig ist das nun folgende Angießen. Rosen benötigen sehr viel Wasser etwa vier bis fünf Liter für jede Pflanze. Es empfiehlt sich ein Gießring anzulegen. Im ersten Pflanzenjahr und während der Blüte besteht ein sehr hoher Wasserbedarf.

Pflege

Rosen sind Pflanzen, die für Schnitt nicht nur prädisponiert sind, ein guter Schnitt ist für eine Rose unerlässlich. Der Hauptschnitt der Rose erfolgt im Frühjahr. Hier ist es wichtig besonders professionell vorzugehen. Gutes Werkzeug, also eine scharfe gute Schere, ist unerlässlich.

Zuerst wird beim Rückschnitt alle mit Krankheitserregern befallende Teile entfernt.

WICHTIG: Reinigen Sie die Schere, die Sie zum Rückschnitt verwenden regelmäßig nach dem Schnitt ggf. bei besonderen Rosen auch mit Desifektionsmittel. Beim Kauf der Schere achten Sie darauf, dass diese besonders scharf ist. Je Schärfer die Schere, desto glatter der Schnitt.

Wenn Sie die Rose schneiden, achten Sie darauf, dass Sie nicht gerade sondern schräg schneiden. Ein schräger Schnitt verhindert die Ansammlung von Feuchtigkeit, welche den Befall von Krankheitserregern begünstigt.

Der ideale Schnittpunkt liegt etwa fünf Millimeter oberhalb einer nach außen zeigenden Knospe.

Achten Sie darauf, dass je nach Sorte andere Rückschnitttechniken und Zeiten existieren können. Bei mehrmals blühenden Rosen wird ein kräftiger Schnitt benötigt, dieser sorgt dafür, dass die Rose „Kraft“ für die Nachblüte aufbringen kann.

Einmal blühende Rose benötigen keinen Rückschnitt, da sie an den Trieben des Vorjahres blühen.

Ist die Rose schwach und hat nur wenige starke Triebe ist ein radikaler Rückschnitt notwendig um das Wachstum der Rose in Schwung zu bringen, damit die Pflanze wieder voller werden kann. Bei mehrmals blühendene Beetrosen oder Edelrosen werden die Triebe etwa 15 bis 20 Zentimeter zurückgeschnitten, bis nur noch drei bis fünf Austriebe (Augen genannt) zurück bleiben.

Vertrocknete Blüten, sogenannte Blütenmumien, sollten Sie über den Winter entfernen. Um die Wurzeln vor der Kälte zu schützen sollten Sie Erde direkt am Stamm unter der Pflanze zu einem kleinen Berg anhäufeln.

Um die Rose zu verjüngen schneiden Sie einen mehrjährigen Trieb bis auf den Boden zurück.

Ein Kommentar zu “Ratgeber: Rosen

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