Ratgeber: Stauden

Stauden sind die multifuktionellsten und umfangreichsten Pflanzenarten in ihrem Garten. Sie bieten eine unglaublich Vielfalt an Arten, Sorten, Blüten, Formen und Farben. Von niedrigwachsenden Bodendeckern über mittelhohe Stauden bis hin zu meterhohen hochwachsenden Gräsern ist alles möglich. Stauden bringen Struktur, Gerüche und Farben in jeden Garten. Unter den Stauden gibt es sehr anspruchsvolle, aber auch sehr anspruchslose Sorten, die selbst an den problematischen Stellen wachsen. Stauden sind aber mehr als nur Schmuckpflanzen. Auch viele Kräuter gehören zu den Stauden. Eine besondere Eigenschaft vieler Stauden ist die hervoragende Frostverträglichkeit und Winterhärte. Alles zusammen macht die Staude zu einer äußerst wichtigen Pflanze in jedem Gartengestaltungskonzept.

Standort

Bei der Auswahl der Stauden für den jeweiligen Standort kann man äußerst flexibel agieren. Viele Stauden wachsen an den unterschiedlichsten Standorten. Es gibt Arten, die eine eher sonnige und trockene Gegend bevorzugen, anderen lieben den Randbereich von Gehölzen bzw. Wäldern. Wieder andere mögen es eher schattig und feucht. Für jeden möglichen Standort gibt eine passende Staude. Eine gut ausgewählte Staude setzt mit Ihren Blättern oder ihrer Blütenpracht wunderschöne Akzente in jeden Garten. Wie bei jeder Pflanzen gibt es anspruchsvolle und nicht so anspruchsvolle Stauden. Wenn Sie die Ansprüche jeder Staude beachten, werden Sie lange Freude an den von Ihnen ausgewählten Stauden haben. Ein schöner Staudengarten oder Staudenbeet ist ein Highlight für jeden Garten.

Pflanzzeit

Stauden kommen meistens als Containerpflanzen, somit können Sie die Stauden ganzjährig pflanzen. Ausgenommen davon ist der Zeitraum in dem Frost vorherrscht. Der ideale Zeitpunkt zur Pflanzung ist das Frühjahr oder der Herbst. Aber auch im Sommer können Stauden gepflanzt werden. Zu beachten bei einer sommerlichen Pflanzung ist eine ausreichende Wassergabe. Sie können somit fast das ganze Jahr Ihr Staudenbeet um weiteren Pflanzen erweitern, vergrößern oder neu anlegen.

Pflanzung

Beim Einpflanzen von Stauden ist darauf zu achten, dass das verwendete Substrat aufgelockert ist und von Beiwuchs („Unkräuter“) befreit wurde. Zur Bodenverbesserung kann Kompost oder ein anderweitiges Bodenverbesserungsmittel verwendet werden, damit lässt sich die Bodenqualität erhöhen, was ein Anwachsen begünstigt.

Anschließend tauchen Sie die Pflanzen bzw. Container / Töpfe in ein Wasserbad und lassen sie so lange drin bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.

Sobald das Tränken abgeschlossen ist, entnehmen Sie die Pflanzen aus den Containern respektive Töpfen und setzen diese in das vorbereitete Pflanzloch. Anschließend füllen Sie das Pflanzloch mit Erde, die sie nur leicht andrücken. Abschließend wird die eingesetzte Pflanze nochmal ausgiebig gewässert.

Pflege

Die meisten Stauden sind in der Pflege eher anspruchslos. Allerdings gibt es auch bei den Stauden wahre Mimosen, die in der Pflege und in Ihren Ansprüchen sehr exzentrisch sind.

Grundlegend kann man sagen: Wenn Sie Düngung, Wasserversorgung , Schnitt und Winterschutz bei nicht winterharten Stauden berücksichtigen, werden die Pflanzen sich mit einem schönen ausdauernden Wuchs bei Ihnen bedanken.

Bei hochwachsenden Stauden sollten Sie eine Stütze einsetzen, damit die Pflanze nicht umknickt oder auseinanderfällt. Es können Pflanzstäbe oder Stüztringe zum Einsatz kommen. Je nach Staudensorte und Einsatzgebiet gibt es eine geeignete und passende Lösung.

Nach der Blüte sollten Sie die Staude schneiden, dies hat mehrere Vorteile.

Zum einen wird altes unansehliches Laub und alte Blütenblätter/Blütenstände entfernt, was zur Folge hat, dass sich weniger Laub ansammelt und die gewünschte Ausbreitung durch Samen, die auf den Boden gelangt sind verhindert. Zum anderen wird ein kompakter Wuchs sowie die Neuausbildung der Blüte bei remontierenden Stauden gefördert. Dadurch entsteht ein schöner zweiter Flor.

Ist hingehend eine Ausbreitung der Pflanze über Samen gewünscht (z.B. bei kurzlebigeren Staudensorten) sollten Sie keinen Rückschnitt vornehmen. Bei kurzlebigeren Stauden können Sie zudem die Pflanze teilen. Das Teilen schützt vor einer Überalterung des Wurzelballens und bringt neue Ableger.

Im Sommer benötigen eine Stauden sehr viel Wasser. Beachten Sie, dass Sie nur den Boden unter der Pflanze gießen.

Im Herbst werden kranke und tote Pflanzenteile entfernt. Kranke Pflanzenteile sollte Sie vernichten. Tote Pflanzenteile können Sie im Garten liegen lassen. Sie dienen den Tieren in Ihrem Garten und sobald sie verrotten bieten Sie eine Verbesserung der Bodenstruktur und Bodenqualität.

Einen umfassenden Rückschnitt sollten Sie erst im Frühjahr vornehmen. Am besten bevor die Zwiebelgewächse austreiben. Alte Blütenstände und dürre Äste werden zurückgeschnitten. Achten Sie beim Rückschnitt darauf, dass keine neuen Triebe oder Blützenknospen abschneiden. Diese sind bereits ausgebildet und warten nur auf das „Startsignal“ der Natur um auszutreiben.

Im Winter müssen Sie einige Staudenarten vor dem Frost schützen, dafür eignet sich hervorragend eine schöne Laubdecke oder eine Abdeckung mit Tannengrün oder Reisig.

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